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Aprikosen-Chutney

11/7/2026

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Aprikosen-Chutney mit Tropea-Zwiebeln, Ingwer & Bergthymian
Manchmal fragt man sich, wie viele Rezepte eigentlich aus einem einzigen Korb Aprikosen entstehen können.
​
Nachdem ich den gut gefüllten Korb nach Hause geschleppt hatte, wurde als Erstes ein grosses Einmachglas mit Aprikosen-Nektarinen-Balsamico angesetzt. Es steht jetzt in der Küche und zieht ganz langsam vor sich hin. Ich liebe diese grossen Gläser – schon beim Vorbeigehen machen die leuchtenden Früchte Lust auf den Sommer, und jeden Tag verbinden sich die Aromen ein kleines bisschen mehr.
​
Danach musste natürlich noch ein Aprikosenkuchen in den Ofen. Schliesslich gehören ein paar lauwarme Stücke direkt vom Blech einfach zur Saison. Und ja, ich habe mir den Bauch ordentlich vollgeschlagen.
Eigentlich hätte man meinen können, jetzt wäre genug eingekocht, gebacken und genascht.
Aber nein.
Ein paar Aprikosen waren noch übrig – genau die richtige Menge für drei kleine Gläser Chutney.

Bild

Ich wollte bewusst kein klassisches Curry-Chutney kochen, sondern eines, das nach Mittelmeer schmeckt: süsse Tropea-Zwiebeln, frischer Ingwer, Bergthymian, weisser Balsamico, Blütenhonig und ein Hauch Chili. Fruchtig, würzig und mit genau der richtigen Balance zwischen Süsse und Säure.
Während das Chutney langsam vor sich hin köchelte, wurde mir wieder bewusst, weshalb ich das Einmachen so liebe. Aus einem Korb voller Früchte entstehen ganz unterschiedliche Köstlichkeiten. Ein aromatischer Balsamico, ein saftiger Kuchen und zum Schluss noch drei Gläser Chutney – jede Zutat wird genutzt, nichts muss verschwendet werden.
Die drei Gläser werden bei uns vermutlich nicht besonders alt. Ich freue mich jetzt schon auf den ersten Löffel zu Burrata, einer Käseplatte, gegrilltem Fleisch oder einfach in einem Sandwich mit Prosciutto und Rucola.
Genau solche Rezepte liebe ich: unkompliziert, saisonal und voller Geschmack.
​Und ich fürchte, der Aprikosenkorb ist noch immer nicht ganz leer …

​Aprikosen-Chutney mit Tropea-Zwiebeln, Ingwer & Bergthymian

Ergibt ca. 2–3 kleine Gläser

Zutaten
  • 500 g reife Aprikosen
  • 1 kleine Tropea-Zwiebel (ca. 90 g), altern.  milde rote Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10–15 g frischer Ingwer
  • 2 EL Olivenöl
  • 80 ml weisser Balsamico 
  • 2 EL Blütenhonig
  • 1 EL brauner Zucker (optional, je nach Süsse der Aprikosen)
  • 1 TL Senfkörner
  • ½ TL Chiliflocken (oder nach Geschmack)
  • 4–5 Zweige frischer Bergthymian
  • ½ TL Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
  1. Die Aprikosen waschen, entsteinen und in etwa 1–2 cm grosse Würfel schneiden.
  2. Die Tropea-Zwiebel fein würfeln. Knoblauch und Ingwer sehr fein hacken oder den Ingwer fein reiben.
  3. Das Olivenöl in einer Pfanne oder einem Topf erhitzen und die Zwiebeln bei kleiner Hitze 10–15 Minuten glasig dünsten. Sie sollen süss werden, aber keine Farbe annehmen.
  4. Knoblauch, Ingwer und Senfkörner dazugeben und etwa eine Minute mitdünsten.
  5. Aprikosen, Honig, Balsamico Bianco, Salz, Pfeffer, Chiliflocken und die abgezupften Thymianblättchen zufügen.
  6. Alles bei kleiner bis mittlerer Hitze 30–40 Minuten sanft einköcheln lassen. Zwischendurch immer wieder umrühren. Je nach gewünschter Konsistenz kannst du einzelne Aprikosenstücke mit dem Kochlöffel leicht zerdrücken.
  7. Abschmecken. Falls die Aprikosen sehr säurebetont waren, kannst du noch etwas Honig ergänzen. Fehlt Frische, hilft ein kleiner Schuss zusätzlicher Balsamico oder auch Apfelessig.
  8. Das heisse Chutney sofort in sterilisierte Gläser füllen, verschliessen und etwa 5 Minuten auf den Deckel stellen. Danach wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen.
​
Mein Serviertipp

Dieses Chutney passt wunderbar zu:
  • Burrata oder Mozzarella
  • gereiftem Bergkäse oder Ziegenkäse
  • Grillfleisch und Poulet
  • Burgern und Sandwiches
  • Raclette oder Fondue im Winter
  • einer Antipasti-Platte

​En guete!
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