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CUCINA MIA

Rezepte aus meiner Küche

„Essen ist ein Bedürfnis, Geniessen eine Kunst.“
​– François de La Rochefoucauld

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Feta Kürbis tarte

22/10/2024

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Gestern war es so weit – ich habe mich hinreissen lassen.

Ich bin tatsächlich auf einen Kürbishof gefahren. Und, was soll ich sagen? Die Auslage und die Deko sahen einfach zu gut aus, um widerstehen zu können. Eigentlich wollte ich nur ein oder zwei Kürbisse mitnehmen. Tja, stattdessen landeten sechs – oder vielleicht auch acht – Kürbisse in meinem Kofferraum. 
Aber keine Sorge, meine Herbstdeko wird es mir danken! Und hey, wie nachhaltig ist das denn bitte? Ich verwandle die Deko einfach in leckere Mahlzeiten, statt sie wegzuwerfen. Win-win! Also gibt's heute eine herbstliche Kürbis-Tarte mit einem knackigen Salat. Ob ihr den Teig selber machen wollt oder nicht, überlasse ich ganz euch. Kleiner Tipp: Ich war heute ehrlich gesagt auch zu faul dafür... 😅

Das Rezept reicht für eine 28 cm Wähenform.

Zutaten für den Teig:
150 g Vollkornmehl
70 g Butter, sehr kalt und in Würfeln
20 g kaltes Wasser
½ TL Salz

Alternativ: Einfach einen fertigen runden Wähen- oder Blätterteig schnappen, wenn der „Ich mach den Teig selbst“-Elan gerade nicht so da ist (ich fühl' euch).

Für die Füllung:
2 Frühlingszwiebeln, klein geschnitten
400 g Kürbis, grob geraspelt (Röstiraffel-Style)
200 g Feta, fein zerbröselt
200 g Saucen-Halbrahm (25% Fett)
3 Eier
1 EL Maizena
2 TL Herbaria „Kürbiskönig“ (alternativ mildes Curry)
1 TL Salz
½ TL Pfeffer
1–2 KL getrockneter Oregano

Mürbeteig Zubereitung (wenn ihr Bock auf „selber machen“ habt):
  1. Mehl und Salz mischen: Vollkornmehl und Salz in einer grossen Schüssel vermengen.
  2. Butter einarbeiten: sehr kalte Butter in Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen oder einem Teighorn fix ins Mehl einarbeiten, bis die Mischung aussieht wie Sand mit kleinen Butterbrocken.
  3. Wasser hinzufügen: Nach und nach kaltes Wasser einarbeiten, bis der Teig gerade so zusammenhält. Bitte nicht zu viel kneten – wir wollen mürben Teig, keine Knetmasse!
  4. Kühlen: Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Danach ist der Teig bereit, den Kürbis-König zu empfangen!

Füllung vorbereiten:
  1. Frühlingszwiebeln klein schneiden und beiseitestellen.
  2. Kürbis raspeln: Schnappt euch einen Hokkaido oder Butternuss und hobelt ihn mit der Röstiraffel.
  3. Feta zerbröseln und zum Kürbis geben.
  4. Guss zubereiten: In einer Schüssel Saucenhalbrahm, Eier,  Maizena, Gewürzmischung (Kürbiskönig oder Curry),  Salz, Pfeffer und Oregano gut verrühren.
  5. Guss und Gemüse gut mischen

Backen:
  1. Ofen vorheizen: Ober-/Unterhitze auf 200°C stellen.
  2. Teig ausrollen: Den Teig auf die Größe der Tarteform auswallen (oder den fertigen Teig ausrollen – keine Verurteilung hier 😄) und in die Form legen. Den Teigboden mit einer Gabel einstechen, damit er nicht aufgeht wie ein Mini-Ballon.
  3. Füllung rein: Die Kürbis-Feta-Mischung gleichmässig auf dem Teig verteilen.
  4. Ab in den Ofen: Die Tarte in der unteren Ofenhälfte für ca. 30–35 Minuten backen, bis sie goldbraun ist und herrlich duftet.

Servieren: Vor dem Servieren kurz auskühlen lassen – aber nur so lange, dass ihr euch nicht die Zunge verbrennt, wenn ihr vor lauter Vorfreude direkt reinbeißt. Am besten lauwarm geniessen!
Dazu habe ich mir einen knackigen Blattsalat gemacht, den ich mit Nüssen, Apfelspalten und Trauben gepimpt habe. Der passt perfekt zur Kürbis-Tarte und gibt dem ganzen Gericht noch einen extra Frischekick.
Ich hoffe, es schmeckt euch genauso gut wie mir! 😋

Mit dieser Tarte wirst du nicht nur zum Kürbis-König (oder -Königin) der Küche, sondern hast auch eine super Ausrede, den Deko-Kürbisbestand aufzustocken. Schließlich braucht man ja immer mal wieder frischen Nachschub, oder? 😏

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EInfache Cantucci

20/10/2024

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 Cantucci, auch als "Biscotti di Prato" bekannt, haben ihre Wurzeln in der Toskana und sind seit dem 16. Jahrhundert fester Bestandteil der italienischen Backtradition. Ursprünglich wurden sie als knuspriges Gebäck ohne Fett oder Feuchtigkeit zubereitet, um ihre Haltbarkeit zu verlängern – ideal für lange Reisen. Heute sind sie aus italienischen Cafés nicht mehr wegzudenken und werden traditionell mit einem Glas Vin Santo oder, wie bei mir, mit einem guten Kaffee genossen.

Mein einfaches Rezept für Cantucci
Für mich gehören Cantucci genauso zum Kaffee wie für manche der Zucker – ich kann einfach nicht ohne sie! Jeden Morgen gönne ich mir zwei Stück zum Tunken, und ich backe regelmäßig Nachschub, damit das Glas neben meiner Kaffeemaschine ja nicht leer wird. Meist halte ich es schlicht: ohne viel Schnickschnack, damit der natürliche Geschmack der Mandeln im Vordergrund steht. Aber in der Vorweihnachtszeit mache ich gerne verschiedene Sorten zum Verschenken – das bringt etwas Abwechslung und macht anderen eine Freude.

Hier mein bewährtes Rezept für klassische Cantucci:

Zutaten:
4 Eier (Größe M)
300 gr Puderzucker
250 gr ungeschälte Mandeln
350 gr Mehl (Typ 00 oder alternativ Weizenmehl)
1 TL Backpulver
ein paar Tropfen Bittermandel-Aroma

Optional:
2 EL Amaretto oder Frangelico (für ein besonders feines Aroma), Orangenabrieb

Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Ein Ei trennen und das Eiweiß beiseite stellen.
Mehl, Backpulver und Puderzucker zusammen in eine Schüssel sieben.
Das Eigelb, die 3 restlichen Eier sowie das Bittermandel-Aroma (und optional den Likör) hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen, weichen Teig verkneten. Nach und nach die Mandeln unterarbeiten. Falls nötig, noch etwas Mehl einarbeiten, bis der Teig nicht mehr klebt.
Den Teig in 4-5 gleich große Stücke teilen und daraus Rollen formen. Ich bevorzuge eher kleinere Cantucci, daher sind meine Teigrollen etwa 3 cm breit.

Die Rollen auf ein Backblech legen, mit etwas Eiklar bepinseln und mit Zucker bestreuen. In der Mitte des Ofens für 25 Minuten backen. Danach aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten ruhen lassen.

Die Ofentemperatur auf 160°C reduzieren.

Die leicht abgekühlten Rollen schräg in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden – am besten mit einem Brotmesser. Die Cantucci mit der Schnittfläche nach oben auf das Blech legen und weitere 15-20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
Anschliessend auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Fertig sind deine knusprigen Cantucci, die sich hervorragend zu Kaffee oder auch als kleines Geschenk eignen!
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Vellutata di Pomodori

20/10/2024

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Vellutata di Pomodori
Tomatensuppe 
​So, die letzte Schüssel mit richtig an der Sonne gereiften Tomaten ist da, doch das Wetter schreit irgendwie schon wieder nach Suppen. Ich liebe Suppen! Ja, liebe Sibylle, ich weiß, du bist so gar kein Suppenkaspar. Dennoch bekomme ich immer wieder die süße Antwort in deinem breiten Baslerdütsch: „Aber dini Suppe, sind die einzige, wo ich tuen ässe!“ Damit schaffst du es sogar, mir ein Lachen zu entlocken. Na ja, manchmal gibt's auch einen verdutzten Augenblick, aber das ist ein anderes Thema.
​
Zurück zu meinen Tomaten. Den Rest dieser Suppe habe ich ja in meinem letzten Eintopf verarbeitet. Das Rezept schmeckt mir besser mit Rahm. Natürlich kannst du das auch weglassen. Ein scharfes Aroma kommt in unserem Haus nicht immer gut an. Aber ein bisschen Kitzel darf sie trotzdem haben – das überlasse ich eurem Gaumen!
​
Ihr benötigt für ca. 6 Portionen:
1 kg reife Tomaten (ich liebe kleine Datteltomaten)
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gewürfelt
2-3 EL gutes Olivenöl
ca. 80-100 g Tomatenmark
1/2 dl trockenen Rotwein
2 KL Rohrzucker
2 KL Salz
Pfeffer nach Gusto
1/4 TL Chilipulver (oder nach Belieben)
1 Handvoll Basilikumblätter
2 TL Oregano, trocken
2.5 - 3 dl Wasser
1 dl Rahm optional

Zubereitung: Tomaten halbieren oder vierteln, je nach Vorliebe. Zwiebel und Knoblauch im Öl andünsten. Den Zucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Tomaten und Tomatenmark unterrühren, dann mit dem Wein ablöschen und etwas reduzieren. Alle Zutaten außer dem Rahm dazugeben.
Alles zusammen auf kleiner Flamme mindestens 30 Minuten leicht köcheln lassen. Die Suppe mit dem Pürierstab oder Foodprozessor pürieren. Wenn du magst, zum Schluss mit Rahm verfeinern.
Abschmecken und mit geröstetem Brot servieren.


Tipp: Lass den Rahm weg und fülle die heiße Suppe in zuvor sterilisierten Gläsern. Verschließe sie umgehend. So hast du Suppe auf Vorrat! Noch länger halten sie sich, wenn du die Gläser mit dem Inhalt sterilisiert.

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Pouletschenkel Asia-Style

18/10/2024

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"Pouletschenkel Asia-Style – Einfach zubereitet und voller Geschmack!"

Heute war mal wieder kulinarische Abwechslung gefragt! Nachdem es bei uns oft mediterran zugeht, stand heute etwas Asiatisches auf dem Plan. Und wie das oft so ist: Einer mag es scharf, der andere lieber mild, und der Dritte möchte am liebsten gar keine Gewürze – na, kommt dir das bekannt vor? Kein Problem, ich habe das Problem gelöst: Eine leicht pikante Basis, und wer mehr Feuer will, greift einfach zu eingelegten Chilis.

Also, lass mich dir mein Rezept für Pouletschenkel Asia-Style vorstellen, das es bei uns heute mit Basmati-Reis und einem knackigen Salat mit Soja-Sesam-Dressing gab. Das Besondere: Ich habe die Schenkel im Dampfgarer zubereitet, was das Fleisch unglaublich zart macht. Solltest du keinen Dampfgarer haben, keine Sorge – am Ende gibt's eine alternative Zubereitungsmethode, die fast genauso gut funktioniert.

Zutaten für 4 Personen:

Für das Poulet und die Marinade:
4 entbeinte Pouletschenkel mit Haut
50 ml Sojasauce
30 g Honig
15 g Reisessig
1 TL frisch geriebener Ingwer
½ TL gemahlener Chili (je nach Schärfegrad anpassen)
40 ml Sake (alternativ trockener Weißwein)

Für die Glasur:
1 EL Hoisin-Sauce
Pfeffer & Salz zum abschmecken
1 EL Honig
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1 TL Maisstärke (Maizena)

Zum Garnieren:
Frühlingszwiebeln (in feine Ringe geschnitten)
Sesam
Optional: eingelegte Chilis oder frische Chili für die Mutigen

Zubereitung:
  1. Marinieren: Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel mischen. Die Pouletschenkel darin wenden und abgedeckt mindestens 1–2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
  2. Sous Vide (im Dampfgarer): Die marinierten Schenkel aus der Marinade nehmen (Marinade nicht wegwerfen!), gut abtropfen lassen und vakuumieren. Bei 75°C etwa eine Stunde im Dampfgarer garen.
  3. Kein Dampfgarer? Kein Problem! Du kannst die Pouletschenkel auch im Ofen bei 180°C ca. 20 Minuten  garen.
  4. Grillen im Ofen: Den Ofen mit Grillfunktion auf 220°C vorheizen. Die gegarten Pouletschenkel trocken tupfen und mit der Hautseite nach oben in eine leicht gefettete Auflaufform legen. Wer möchte, kann die Haut jetzt noch mit etwas Knoblauchöl einstreichen – das gibt einen extra Knusperkick!
  5. Glasur: In einer Pfanne die restliche Marinade mit den Zutaten für die Glasur (ausser Maizena) und der Garflüssigkeit aus dem Vakuumbeutel aufkochen. Mit Maisstärke andicken, bis eine schöne sämige Sauce entsteht. Kurz beiseite stellen.
  6. Finish im Ofen: Die Pouletschenkel im Ofen etwa 8 Minuten grillieren, bis die Haut blasen wirft und knusprig wird. Anschliessend dick mit der Glasur bestreichen und nochmal für ca. 5 Minuten in den Ofen schieben, bis die Glasur schön karamellisiert.
  7. Anrichten: Die Schenkel mit den Frühlingszwiebeln, Sesam und optional ein paar frischen Chilis garnieren. Dazu passt perfekt Basmati-Reis und ein gedämpfter Brokkoli oder ein frischer Salat mit einem asiatischen Soja-Sesam-Dressing.

Mein Tipp: Wenn du Gäste hast oder einfach mehrere Geschmäcker bedienen musst, kannst du die Schärfe super einfach über die Garnitur regulieren – wer's feurig mag, nimmt mehr Chili, die anderen greifen zu einer milden Variante. 

Den Rest der Glasur als Dip für das Gemüse / Beilage verwenden.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

Das war's! Ein einfaches Rezept, das sich toll variieren lässt und immer gelingt. Hast du es ausprobiert? Lass es mich wissen – ich freue mich auf deine Erfahrungen und Ideen, wie du das Rezept für deinen Geschmack angepasst hast!

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Spezzatino al modo Mio

17/10/2024

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​Spezzatino oder Voressen al modo mio mit was auch immer gerade da ist. 

​Voressen oder Spezzatino – Ein Herzhaftes Gericht aus der italienischen Küche
Voressen, wie es auf Italienisch heißt: Spezzatino. Jeder hat wohl sein eigenes Rezept oder zumindest ein Grundrezept dafür. Ich auch, aber wie es oft mit spontanen Ideen ist, fehlen mir manchmal die eine oder andere Zutat. Doch das ist die Chance für Neues!

Ich liebe duftende Eintöpfe, die gerne auch etwas pikant sind und am liebsten mit Kartoffelstock serviert werden. Die Beilage überlasse ich ganz euch – ob knuspriges Brot, Reis oder eben Kartoffeln, bleibt ganz dir überlassen.

Der Begriff „Spezzatino“ stammt von „spezzare“, was so viel wie „klein machen“ oder in unserem Dialekt „kaputt machen“ bedeutet. Früher machte Fleisch nur einen kleinen Teil des Eintopfs aus und war meist sehr klein gehackt.

Zubereitung
Was die Zubereitung angeht, so präsentiere ich hier meine Reihenfolge, die ich nach dem, was an diesem Abend zur Verfügung stand, angepasst habe. Ob du Pilze hinzufügen oder Kartoffeln mitkochen möchtest, bleibt ganz dir überlassen. Genau das macht doch das Kochen aus!


Dieses Rezept reicht hervorragend für 6-8 Personen. Ich hoffe, ich kann dein Eintopf- oder Gulasch-Herz damit höher schlagen lassen!

Zutaten
1 kg Rinder-Vorstück (Schulter), mundgerecht gewürfelt
1-2 EL Mehl
1 Zwiebel, klein gewürfelt
1-2 Knoblauchzehen, klein gewürfelt
6-8 Karotten, in Stäbchen oder Rädchen geschnitten, 2 in ganz kleine Würfel
1 dl Rotwein
2 EL Tomatenmark
Eine Handvoll frische Kräuter (Thymian, Rosmarin, Oregano)
1 Peperoncino, längs aufgeschnitten und entkernt
Ca. 3 dl Tomatenpassata (bei mir musste der Rest meiner Tomatensuppe herhalten)
Eine Handvoll getrocknete Tomaten
Ca. 0,5 L Rinderbrühe 
Pfeffer und Salz nach Geschmack
Optional: geräucherter Paprika, 1-2 KL Zitronensalzpaste
2 EL Butter und Olivenöl zum Anbraten


Zubereitungsschritte

Fleisch vorbereiten: Das Fleisch leicht bemehlen.
Anbraten: In einem Topf oder Bräter Butter und etwas Olivenöl erwärmen. Das Fleisch portionsweise scharf anbraten, leicht salzen und pfeffern. Anschließend auf einen Teller beiseite stellen und den Bratensatz in der Pfanne belassen.

Gemüse anbraten: Etwas Olivenöl hinzufügen und die Zwiebeln, den Knoblauch, die ganz kleinen Karotten und die Tomaten andünsten. Das Tomatenmark dazugeben und kurz mitbraten.

Eintopf ansetzen: Das angebratene Fleisch und die Karottenstäbe   in die Pfanne geben und alles mit dem Rotwein ablöschen. Gut umrühren, um den Bratensatz vom Boden zu lösen.

Tomaten und Brühe hinzufügen: Ist der Wein fast vollständig reduziert, füge die Tomatenpassata, den Peperoncino und die frischen Kräuter hinzu. Gieße nur so viel Brühe dazu, dass alles knapp bedeckt ist; falls nötig, kannst du auch etwas Wasser verwenden.

Kochen: Kurz durchrühren, aufkochen lassen und die Hitze dann auf eine kleine Flamme reduzieren. Das Ganze nun zugedeckt unter gelegentlichem Rühren kochen lassen. Das Fleisch sollte am Ende sehr zart sein. Nach etwa 1,5 Stunden abschmecken und bei Bedarf weiterkochen; meines war nach 2 Stunden perfekt.

Für eine dickere Sauce: Wenn du es lieber dickflüssiger magst, rühre 1 EL Speisestärke mit etwas Wasser an und gib es zur Sauce dazu. 

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Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!
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Kürbis Tajarin

14/10/2024

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Kürbis-Tagliolini: Herbstliche Pasta aus dem Piemont

Wusstest du, dass Tagliolini – abgeleitet vom italienischen Wort tagliare (schneiden) – eine typische Pastasorte aus dem Piemont sind? Dort nennt man sie Tajarin, und sie werden traditionell aus Hartweizengrieß oder Hartweizenmehl, Eiern und Salz hergestellt. Piemontesische Pasta ist bekannt dafür, mit Eiern nicht zu geizen: Während viele Rezepte ein Ei pro 100 Gramm Mehl verwenden, gibt es alte piemontesische Rezepte, die 30 Eigelb pro Kilogramm Mehl verlangen! Wahnsinn, oder?

Für mein Rezept habe ich die Eiermenge etwas angepasst, denn sobald Kürbispüree ins Spiel kommt, beginnt das Jonglieren mit Flüssigkeiten und Mehl. Aber keine Sorge – am Ende geht es darum, ein Gefühl für den Teig zu entwickeln. Wichtig ist: Der Pastateig darf nicht kleben!

Rezept für Kürbis-Tajarin

Zutaten:
400 gr Semola di Grano duro rimacinata (feines Hartweizengrieß) – plus etwas mehr zum Arbeiten
200 gr Kürbispüree (ich habe ein Butternuss Kürbis hier)*
6 Eigelb
1 TL Weisswein
2 Prisen Salz

* Kürbis in grobe Stücke schneiden leicht mit Olivenoel einpinseln und bei ca.180° im Ofen weich und trocken backen.  Etwas auskühlen lassen und durch die Kartoffelpresse drücken.

Zubereitung:
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Den Teig vorbereiten: Schütte das Hartweizengriess auf ein Arbeitsbrett und forme eine Mulde in der Mitte. Gib das Kürbispüree, den Wein und die leicht verquirlten Eigelbe hinein.

Kneten: Beginne, den Teig von außen nach innen mit den Händen zu kneten. Der Teig wird ziemlich fest – hier ist ein bisschen Muskelkraft gefragt! Falls der Teig zu trocken ist, befeuchte deine Hände mit kaltem Wasser und knete weiter. Achte darauf, dass du nur kleine Mengen Wasser hinzufügst, um den Teig nicht zu überfeuchten.

Teig prüfen: Sobald du einen glatten, homogenen Teig hast, machst du den „Memory-Schaumstoff-Test“: Drücke mit deinem Finger eine Mulde in den Teig. Wenn sie sich wieder zurückbildet, ist der Teig perfekt. Decke ihn mit einem Tuch ab und lass ihn etwa 30 Minuten ruhen.

Ausrollen und schneiden: Nach der Ruhezeit rollst du den Teig auf der Semola so dünn wie möglich aus, entweder mit einem Wallholz oder einer Pastamaschine. Schneide die Teigbahnen in etwa 30 cm lange Streifen. Nun kannst du entscheiden, ob du die Tajarin mit dem passenden Aufsatz der Nudelmaschine schneidest oder sie von Hand mit einem Messer.

Serviervorschlag: 
Tagliatelle mit Kürbis und Butter
Kürbis-Tagliatelle passen perfekt zu einer einfachen Butter- oder Salbeibutter-Sauce. Die nussigen Aromen des Kürbispürees harmonieren wunderbar mit der buttrigen Note. Wer mag, kann auch Parmesan darüber streuen oder die Pasta mit Trüffeln verfeinern. Ich habe mich heute für caramelisierte Datteltomaten mit Salbei entschieden– ein echter Herbsttraum! Dafür werden die zuvor leicht gebackenen Tomaten mit etwas in Streifen geschnittenen Salbeiblättern und etwas Knoblauch und Basilikumstilen in Butter angebraten. Die Stiele werden entfernt und die Pasta aus dem Wasser direkt in die Pfanne gegeben. Gib 2-3 Löffel Pastawasser und etwas Parmesan dazu, alles  schwenken  wenn nötig noch etwas Pastawasser dazu bis eine sämige Sauce entsteht. Pfeffern und gleich anrichten.

Mit diesem Rezept bringst du den Herbst auf deinen Teller!

Einfach, lecker und so typisch italienisch. Buon Appetito!
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