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CUCINA MIA

Rezepte aus meiner Küche

„Essen ist ein Bedürfnis, Geniessen eine Kunst.“
​– François de La Rochefoucauld

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Lievito Madre - milder ital. Sauerteig

1/7/2025

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Wenn das Kühlschrank-Tamagotchi den Geist aufgibt…

Wie ich meiner Lievito Madre neues Leben einhauche 

​Manche haben einen Hund, andere ein Meerschweinchen – ich hatte einen Sauerteig. Genauer gesagt: eine wunderbar gepflegte Lievito Madre. Ich habe sie gefüttert, gestreichelt (naja, fast) und geliebt. Doch dann kam das Leben dazwischen – oder besser gesagt: eine längere Abwesenheit und eine Männer-WG mit selektiver Wahrnehmung. Und was soll ich sagen? Mein Teigling war Geschichte. Und das ganz ohne Piepsen.

Denn anders als ein Tamagotchi meldet sich eine Lievito Madre nicht, wenn sie Hunger hat.

Aber... Schluss mit dem Trauerspiel – ich starte neu. Und diesmal bekommt mein Teig ein schönes Zuhause vorne im Kühlschrank. Und vielleicht sogar einen Namen.
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Mein neuer Ansatz: Lievito Madre mit Manitoba-Mehl und einem Hauch Honig

​Tag 1 – der Anfang vom Aufleben
Du brauchst:
  • 100 g Manitoba-Mehl (anderes backstarkes Weizenmehl Typ 0)
  • 50 g lauwarmes Wasser (26–28 °C)
  • ¼ TL flüssiger Honig

Und so geht’s:
  1. Alles gut miteinander verkneten, am besten von Hand.
  2. Eine glatte Kugel formen und mit einem Messer kreuzweise einschneiden – das ist kein Deko-Gag, sondern hilft beim Beobachten des Aufgehens.
  3. In ein Glas legen (Deckel nur locker auflegen) und 48 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 24–26 °C) ruhen lassen.
  4. Nicht stören – der Teigling schläft… äh… arbeitet.
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Der 8-Tage-Plan für eine stabile Lievito Madre

Ab Tag 3 beginnt das tägliche Auffrischen. Mein persönlicher Fahrplan sieht so aus:

​Tag 3–8:
– Jeweils 100 g der alten Madre mit 100 g Manitoba-Mehl und 50 g Wasser verkneten.

– Wieder eine Kugel formen, leicht einschneiden und bei Raumtemperatur ruhen lassen.

– Ab Tag 6 rolle ich sie jeweils in ein sauberes Tuch und gebe sie in ein Glas – das bringt Struktur und macht sie kompakter.
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Am Tag 8 ist dein Teigling dann (hoffentlich) aktiv, geht brav auf und riecht angenehm mild-säuerlich. Ab jetzt darf er in den Kühlschrank umziehen – und will etwa einmal pro Woche aufgefrischt werden. Wie ein echter Mitbewohner eben.
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Und jetzt?
Leben mit der Madre… 
Wenn deine Lievito Madre sich gut entwickelt hat, kannst du sie ab sofort einmal pro Woche auffrischen.
Nimm dazu ca. 100 g vom Teig ab (zum Backen oder zum Weitergeben) und füttere den Rest wie gewohnt im Verhältnis 1:1:0.5 – also z. B. 100 g Madre + 100 g Mehl + 50 g Wasser.

Du brauchst nicht jedes Mal alles zu verwenden – ein Grundstock von 100–150 g im Kühlschrank reicht völlig aus. So bleibt sie fit und frisst dir nicht die ganze Speisekammer leer.

Und ja: Du kannst deine Madre natürlich auch weitergeben!
Wenn sie aktiv ist, riecht gut und geht zuverlässig auf, ist sie bereit, in neue Küchen auszuziehen. Ein kleines Gläschen davon mit Anleitung – das perfekte kulinarische Mitbringsel.

Ach ja, und das Beste: Je älter dein Sauerteig wird, desto stabiler wird er. Irgendwann brauchst du beim Backen keine zusätzliche Hefe mehr – dein kleines Teig-Wunder schafft das ganz alleine. Geduld zahlt sich aus.

Und weil ich hier im Haus die Mamma bin, braucht meine neue Mitbewohnerin dringend einen anderen Namen. Vielleicht „Nonna Lievita“? Oder „Signora Fermentina“? Ich bin offen für Vorschläge – Hauptsache, sie meldet sich nie wieder mit einem Piepton.

Hmm... Fermentina, ich glaube das ist es.

Anleitung zum ausdrucken
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Ysop – bitter, blau & wunderbar vielseitig

29/6/2025

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Ein Kraut aus meinem Garten und zwei feine Rezepte dazu
 
Es gibt Kräuter, die schleichen sich leise in mein Herz – und andere, die machen gleich von Anfang an klar: Ich bin kein Mainstream. So einer ist der Ysop. Tiefblau blühend, fast schon herb im Charakter, stark im Geschmack und ein Lieblingsplatz für Bienen. In meinem Garten hat er seinen festen Platz zwischen Bohnenkraut und Lavendel – dort, wo es sonnig, trocken und ein bisschen wild ist.

Während der Hochsaison liebe ich es, durch meinen Kräutergarten zu streifen, die Aromen zu fühlen, zu schnuppern, zu ernten. Ysop sticht dabei nicht nur visuell hervor – auch geschmacklich bringt er eine kraftvolle Note, die in der Küche ganz gezielt eingesetzt werden will. Manchmal fein gehackt, manchmal nur ein Hauch – aber immer ein kleines Statement.

​Und weil ich in letzter Zeit vermehrt gefragt werde: „Was macht man denn überhaupt mit Ysop?“, widme ich ihm heute einen ganzen Blogpost inklusive zwei einfacher Rezepte:
​eine aromatische 
Kräuterbutter und ein feiner Ysop-Essig für Salate & Co.

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Was ist eigentlich Ysop?Ysop (Hyssopus officinalis) ist ein altes Heilkraut aus der Familie der Lippenblütler. Bereits in der Antike wurde er für rituelle Reinigungen genutzt – und Hildegard von Bingen war begeistert von seiner belebenden Wirkung auf Körper und Geist. Heute ist er in Vergessenheit geraten – dabei steckt in seinen Blättchen und Blüten so viel Gutes!

​Im Garten: Ysop liebt es sonnig und trocken. Seine blauen Blüten sind essbar und werden gerne von Insekten besucht. Wer Bienen liebt, sollte Ysop pflanzen.
In der Küche: Seine Blätter schmecken intensiv, fast minzig-bitter, mit einer leicht pfeffrigen Note. Gut dosiert passt er zu Lamm, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, in Quark, Butter oder Essig.
Als Heilpflanze: Ysop wirkt schleimlösend, antibakteriell und verdauungsfördernd. In der Volksmedizin wird er bei Erkältungen und Erschöpfung eingesetzt – aber: nicht in der Schwangerschaft verwenden.
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Ysop-Kräuterbutter

Zutaten (für ca. 100 g Butter)
– 100 g weiche Butter
– 1–2 TL fein gehackte Ysopblättchen (nur junge Triebe)
– ½ TL abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
– 1 Prise Fleur de Sel
– Optional: ½ kleine Knoblauchzehe (fein gerieben)
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So geht’s:
  1. Die Butter weich rühren, bis sie schön cremig ist.
  2. Ysop, Zitronenschale, Salz und ggf. Knoblauch untermischen.
  3. Abschmecken und bei Bedarf mit etwas mehr Ysop oder Salz nachjustieren.
  4. In eine kleine Form geben oder zu einer Rolle formen, kühl stellen.
Tipp:
Ideal zu Grillgemüse, auf Brot, zu Kartoffeln oder Lamm. Die Butter lässt sich auch wunderbar einfrieren!

Ysop-Essig
Zutaten:
– 1 schöner Zweig Ysop (mit Blüten, falls vorhanden)
– 250 ml milder Weisswein- oder Apfelessig
– Optional: 3–4 schwarze Pfefferkörner, etwas Zitronenzeste
Zubereitung:
  1. Ysop waschen, gut trocknen und in eine saubere Glasflasche geben.
  2. Mit Essig aufgiessen, verschliessen und 2–3 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen.
  3. Danach abseihen und in eine saubere Flasche umfüllen.
Tipp:
Dieser Essig passt hervorragend zu Tomaten, Linsensalat oder in eine Senf-Honig-Vinaigrette. Auch als kleines Geschenk aus der Küche macht er sich wunderbar.


Noch mehr Ysop-Ideen?Wenn du Lust hast, mit Ysop weiter zu experimentieren: Wie wär’s mit Ysop-Honig, Blütenzucker oder einem aromatischen Tee bei Husten?Bis dahin wünsche ich dir viel Freude beim Kräutersammeln, Butterrühren und Essigansetzen!
💚 Deine Christina
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Salbei Sirup

17/6/2025

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Salbei, Sonne & Sirup – mein flüssiges Gartenwunder

Es war einer dieser frühen Sommertage, an denen der Garten duftet, als hätte jemand die Kräuterapotheke geöffnet. Der Salbei steht in voller Pracht – silbrig-grün, üppig, kraftvoll. Ich kann kaum daran vorbeigehen, ohne mit den Fingern über die samtigen Blätter zu streichen.

Letzten Sonntag habe ich ihn geerntet – dicke Büsche voller Aroma – und nicht nur mein bewährtes Salbeisalz angesetzt, sondern auch einen feinen Salbeisirup gekocht.

Ein Sirup mit vielen Gesichtern: Aperitifzutat, Küchengeheimnis und kleine Kräuterhilfe bei Husten.
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Da ich selbst vor einer gelebten Ewigkeit eine Ausbildung im Bereich Heilkunde gemacht habe, liebe ich solche Verbindungen zwischen Küche & Wirkung besonders. Und Salbei ist eben nicht nur aromatisch, sondern auch altbewährt – entzündungshemmend, beruhigend, wohltuend.

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🍸 Wie ich ihn verwende
  • Als Apero mit Eis, Zitrone & Prosecco: eine kleine Überraschung im Glas – kräuterig, duftig, leicht herb.
  • Zum Glasieren von Lamm oder Gemüse: einfach am Ende der Garzeit mit etwas Sirup überziehen – das ergibt eine feine, karamellisierte Kräuternote.
  • Heiss aufgegossen mit Zitrone: bei Halskratzen oder einfach als Abendritual – wie ein Schluck Sonne im Becher.
  • Pur: ein Teelöffel bei Husten – altbewährt und angenehm im Geschmack.

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🫙 Rezept für Salbeisirup

Zutaten:
  • 1 Liter Wasser
  • ca. 25–30 frische Salbeiblätter
  • 1 Bio-Zitrone (Saft und etwas Schale)
  • 1 kg Zucker

Zubereitung:
  1. Salbeiblätter waschen, trocken schütteln.
  2. Wasser und Zucker aufkochen, vom Herd nehmen. Salbeiblätter und Zitronenschale (kein weisses Innere!) hineingeben.
  3. Zugedeckt 24 - 48 Stunden ziehen lassen (kühl stellen).
  4. Abseihen, Zitronensaft  zugeben.
  5. Alles zusammen aufkochen und 5–8 Minuten leicht köcheln lassen.
  6. Noch heiss in saubere Flaschen abfüllen, gut verschliessen.


Haltbarkeit: Ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert: mehrere Monate.
Nach Anbruch im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Wochen verbrauchen.

💡 Du kannst den Sirup auch wunderbar verschenken – mit einer kleinen Etikette, einem Tropfen Wissen & ein paar Anwendungstipps dazu. Oder du geniesst ihn selbst – am besten barfuss :) im Garten, mit einem Zweig frischen Salbei  & Prosecco im Glas.


⚠️ Hinweis aus der Heilpflanzenpraxis
Salbei ist ein kraftvolles Kraut – doch nicht für alle geeignet.
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Salbei (auch als Sirup oder Tee) gemieden werden, da er die Milchbildung hemmen kann. Auch bei Epilepsie oder längerfristiger Anwendung empfiehlt es sich, Rücksprache mit einer Fachperson zu halten.




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Torta di Nocciole alla Piemontese - Nuss Gugelhopf

14/6/2025

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Heute ist es heiss – sehr heiss. Definitiv kein Kuchenwetter. Eigentlich.
Aber wenn der Grosse nach Kuchen ruft, dann backe ich eben. Denn für manche Menschen geht Kuchen einfach immer.
Dass ich dann – natürlich! – nicht bei einer Prise Staubzucker aufhören durfte, sondern auch noch eine Schokoladenglasur machen musste, liess mich kurz sprachlos zurück. Aber gut – Schokolade heilt ja bekanntlich so einiges.
Und wenn dann noch nocciole del Piemonte ins Spiel kommen, ist es sowieso um mich geschehen. Ich liebe diese aromatischen Haselnüsse – am liebsten zu einem kalten Glas Riesling oder Moscato von unserem Freund im Piemont.
Etwas Fernweh? Ja – wann denn nicht?
Hier kommt mein Rezept für einen wunderbar saftigen, schokoladigen Piemont-Kuchen – heute in Form eines Gugelhopfs!
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​Warum piemontesische Haselnüsse?
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Die Tonda Gentile delle Langhe – so heisst die berühmte piemontesische Haselnuss – gilt unter Kennern als die aromatischste ihrer Art. Ihr Geschmack ist fein, nussig, leicht süsslich, ohne die oft bittere Note herkömmlicher Haselnüsse.
Sie entfaltet ihr volles Aroma beim Rösten, bleibt aber dabei weich und zart. Kein Wunder, dass sie die Lieblingsnuss der Pasticcerie Norditaliens ist – und auch meiner. 

Erhältlich sind diese edlen Nüsse in gut sortierten Delikatessläden, italienischen Feinkostgeschäften oder im gehobenen Detailhandel.
Ich persönlich decke mich am liebsten im Kolonialwarenladen „Kerzenjeger“ in Solothurn ein – ein echtes Kleinod! Und bei einem Besuch in Solothurn sowieso ein Muss.

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​Rezept für eine Gugelhopfform (ca. 2,2 l)Zutaten für den Teig:
  • 210 g Butter, weich + etwas zum Einfetten
  • 150 g glattes Weizenmehl + etwas zum Bemehlen
  • 120 g dunkle Couverture (mind. 72 %)
  • 120 g piemontesische Haselnüsse
  • 2 TL Backpulver
  • 210 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker oder 4 TL selbst gemachter
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Frangelico (Haselnusslikör)
  • 6 Eier (Grösse M), zimmerwarm
Für die Glasur:
  • 200 g dunkle Couverture
  • 20 g Butter

Zubereitung:
  1. Vorbereitung:
    Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Gugelhopfform sorgfältig fetten und mit Mehl bestäuben.
  2. Nüsse & Schokolade mahlen:
    Haselnüsse und Couverture gemeinsam im Foodprozessor fein mahlen (alternativ grob hacken). Piemontesische Nüsse lohnen sich und sind normalerweise nicht gehackt erhältlich!
  3. Buttermasse:
    Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz hellcremig schlagen. Die Eier einzeln zugeben und nach dem letzten Ei mindestens 5 Minuten kräftig schlagen, bis die Masse richtig luftig ist.
  4. Aroma & Nussmischung:
    Frangelico und die Nuss-Schoko-Mischung unterrühren.
  5. Trockene Zutaten:
    Mehl und Backpulver mischen, unterheben.
  6. Backen:
    Teig in die Form füllen, glattstreichen und auf der untersten Schiene ca. 60–65 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Danach 15 min auskühlen lassen und stürzen.
  7. Glasur:
    Couverture mit Butter über dem Wasserbad schmelzen. Die Glasur über den ausgekühlten Kuchen giessen und nach Belieben mit gehackten Nüssen verzieren.

​Vielleicht im Moment eher mit einem Eiskaffe als Begleitung ;)
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Focaccia mit Tropea Zwiebeln

9/6/2025

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Pfingstmontag, Garten, Focaccia-Glück
​Pfingstmontag gegen Abend. Die Sonne steht schon tief, die Gläser sind bereit, der Garten duftet nach Rosmarin und frisch gebackener Focaccia. Ich erwarte Sinem – sie kommt vom Restaurant Homberg, und wir wollen bei einem Apero die nächsten gemeinsamen Projekte besprechen. Und wo ginge das besser als draussen, mit einem eisgekühlten Marendry Spritz in der Hand, frischer Focaccia aus dem Ofen, etwas Feinem zum Dippen – und guter Gesellschaft?
Heute habe ich ein neues Mehl ausprobiert: Focaccia mit dem Aria-Mehl von Caputo, das bereits getrockneten Lievito Madre enthält. Ideal für Tage, an denen man den Teig ruhig mal 6–8 Stunden in Ruhe gehen lassen kann, wie bei mir heute.
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Das Rezept – meine schnelle Garten-Focaccia mit Tropea-Zwiebeln

Zutaten für ein Backblech (ca. 25 x 35 cm):
– 500 g Aria-Mehl (Tipo 0, Caputo)
– ca. 350 g warmes Wasser (ca. 40 °C)
– 8 g frische Hefe
– 1 Prise Zucker
– 2 gestr. TL Salz
– 2 gestr. TL Gerstenmalz (alternativ Honig)
– 2–3 EL Olivenöl für den Teig
– zusätzlich etwas Semola zum Formen
Für den Belag:
– 1 grosse Tropea-Zwiebel
– Frische Kräuter (z. B. Thymian, Oregano)
– Etwas Olivenöl, Balsamico, optional Honig und Peperoncini
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Zubereitung:
  1. Hefe und Zucker im warmen Wasser auflösen. Mit Mehl, Salz, Malz und Olivenöl in der Küchenmaschine 6–8 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  2. In eine geölte Teigwanne geben. Nach 30 und 60 Minuten dehnen und falten, dann 5–6 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Danach nochmals falten und 1 weitere Stunde ruhen lassen.
  4. Backofen auf 230 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Teig auf etwas Semola geben, auf ca. 25 x 35 cm auseinanderziehen.
  5. Tropea-Zwiebel in feine Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl, Balsamico, Kräutern und wer mag, Honig und Peperoncini marinieren.
  6. Teig mit Olivenöl einmassieren, Zwiebeln darauf verteilen.
  7. Auf unterster Schiene ca. 20 Minuten backen. Nach 15 Minuten evtl. mit Alufolie abdecken, falls die Zwiebeln zu dunkel werden.

Warum Tropea-Zwiebeln?
Die roten Zwiebeln aus Tropea – einer kleinen Stadt an Kalabriens Küste – sind eine echte Delikatesse: süsslich-mild, zart im Biss und voller Aroma. Sie eignen sich perfekt zum Rohverzehr, karamellisieren aber auch herrlich im Ofen.
​Ich kaufe sie fast immer bei Delizie e Sapori di Laura in Erlinsbach – sobald die Saison startet, freue ich mich jedes Jahr aufs Neue. Ihr unverwechselbarer Geschmack hebt einfache Gerichte wie Focaccia oder Salate auf ein neues Level. Und: Sie sehen einfach wunderschön aus, mit ihrem violetten Schimmer und dem feinen Duft nach Süden.
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Tropea Zwiebeln süss sauer

4/6/2025

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Süsse Verführung aus Kalabrien – warum ich Tropea-Zwiebeln liebe.
Es gibt so Produkte, die muss man einfach ins Herz schliessen – bei mir sind das definitiv die wunderbaren roten Zwiebeln aus Tropea. Ihre leuchtende Farbe, der milde, fast schon süssliche Geschmack und das feine Aroma machen sie zu einer meiner liebsten Zutaten.
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich wieder bei Laura von Delizie e Sapori in Erlinsbach vorbeigehe und mir ein paar schöne Exemplare hole. Bei Laura weiss ich: Hier bekomme ich Qualität – frisch, authentisch und direkt aus Italien. Apropos feine DInge, den Balsamico habe ich von Delizie d'Amelia in Geuensee. Bist du aus dieser Region, lohnt es sich da mal vorbei zu schauen. 

In meiner Cucina verarbeite ich die Tropea-Zwiebeln besonders gerne confiert – ganz langsam in Rotwein und Balsamico geschmort, mit etwas Thymian und einer Spur Zucker. So entstehen herrlich glänzende Zwiebeln, die perfekt zu Käseplatten, Antipasti oder als kleines Extra auf knusprigem Brot passen.
Das Rezept dazu? Ganz einfach, probier es aus – du findest es unten. Und wenn du noch nie Tropea-Zwiebeln probiert hast: Es wird höchste Zeit!
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Zwiebeln aus Tropea confiert

Zutaten:
  • 500 g rote Tropea-Zwiebeln, in feine Spalten geschnitten
  • 2–3 Zweige Thymian (alternativ Rosmarin für einen kräftigeren Geschmack)
  • 1 EL gutes Olivenöl extra vergine
  • 20–25 g Rohrohrzucker (oder alternativ: Honig für eine feinere Note)
  • 100 ml trockener Rotwein
  • 2–3 EL Aceto Balsamico di Modena (je nach gewünschter Säure) 
  • Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

  • 1 Glas mit 0.5dl Inhalt oder 2-3 kleine.
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​Zubereitung:
  1. Vorbereitung: Sterilisiere Gläser und Deckel (z. B. 10 Minuten in kochendem Wasser oder im Backofen bei 120 °C).
  2. Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Thymian bei mittlerer Hitze glasig dünsten, ohne Farbe nehmen zu lassen.
  3. Zucker zugeben und leicht karamellisieren lassen.
  4. Mit Rotwein ablöschen und einige Minuten einkochen lassen.
  5. Balsamico einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Bei niedriger Hitze ca. 20–30 Minuten confieren, bis die Zwiebeln weich sind und die Flüssigkeit sirupartig reduziert ist.
7. Abfüllen: Die heisse Masse sofort in die vorbereiteten heissen Gläser einfüllen (randvoll oder mit ca. 0,5 cm Rand). Deckel fest verschliessen.

8. Optionales Nachsterilisieren: Für längere Haltbarkeit (besonders bei weniger Zucker / ohne Konservierungsmittel) die gefüllten Gläser nochmals 10–15 Minuten bei 90 °C im Wasserbad oder Dampfgarer nachsterilisieren.

Lagerung:
Kühl und dunkel lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und rasch verbrauchen.

Serviervorschlag:
Zu Käse, Antipasti, gegrilltem Fleisch, Burgern, Crostini oder als kleines Mitbringsel aus der Küche.

Ich fülle die Zwiebeln immer in kleine Gläser ab – so habe ich sie das ganze Jahr über griffbereit und sie eignen sich auch wunderbar als Geschenk aus meiner Küche.

PS: Wer sich fragt, warum gerade diese Zwiebeln so besonders sind:
Sie wachsen auf den fruchtbaren Böden und unter der Sonne Kalabriens, rund um das malerische Städtchen Tropea. Durch das besondere Klima entwickeln sie ihren feinen, süsslichen Geschmack und die zarte Konsistenz. Kein Vergleich zu „normalen“ roten Zwiebeln!
Also beim nächsten Besuch bei Delizie e Sapori ruhig ein Bund mitnehmen. Es lohnt sich!

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