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CUCINA MIA

Rezepte aus meiner Küche

„Essen ist ein Bedürfnis, Geniessen eine Kunst.“
​– François de La Rochefoucauld

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Coscie di Pollo al Porto

4/2/2025

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Die Rückkehr aus dem Urlaub und das kulinarische Chaos: Pouletkeulen und Pastinaken-Kartoffelstampf

Zwei Wochen war ich fort – und als ich noch nicht mal zu Hause war, erreichte mich bereits eine kurze SMS: „Was kochst du, sobald du da bist?“ Auf meine Frage, was es denn sein dürfte, kam von meinem Sohn die entspannte Antwort: „Ach, du wirst schon fündig, Papa hat eingekauft und der 3. Weltkrieg kann kommen.“
Tja, was soll ich sagen – die Einkaufsliste war definitiv eher „fleischlastig“. Und was kann bei einem solchen Aufgebot von Fleisch anderes herauskommen, als... Pouletkeulen? Nur Jan liebt die Dinger, und ehrlich gesagt, ich bin eher froh, wenn das Fleisch vom Knochen fällt und ich es nicht mit den Händen essen muss. Es gibt für mich kaum etwas Schrecklicheres, als beim Essen so klebrige Finger zu haben, dass am Ende sogar Serviettenfussel daran haften.

Also, was tun? Natürlich – schmoren! Und weil ich noch einen Rest Portwein von einer tollen Führung bei Burmester übrig hatte, war klar, dass der in das Rezept muss!

Geschmorte Pouletkeulen mit Portwein und Pastinaken-Kartoffelstampf
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Zutaten für die Pouletkeulen:
  • 1 kg Pouletschenkel (ich habe Unterschenkel verwendet)
  • Mehl zum Wenden
  • ¼ TL Muskat
  • 1 TL Salz und Pfeffer
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgrosse Zwiebel
  • 180 g Speckwürfel
  • 200 g braune Champignons
  • 1 Handvoll frischer Thymian, 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Orange (Saft)
  • 2 dl Portwein (Ruby)
  • 2 dl Pouletbouillon
  • Salz, Pfeffer nach Bedarf
  • Butter und Olivenöl zum Anbraten

Zubereitung der Pouletkeulen:
  1. Zwiebeln und Knoblauch in feine Scheiben schneiden, die Champignons je nach Grösse vierteln oder halbieren.
  2. Die Pouletschenkel enthäuten. Mehl (ich hatte noch etwas Maismehl) mit Muskat, Salz und Pfeffer vermengen und die Schenkel darin wenden.
  3. In einer Pfanne Butter und Olivenöl erhitzen und die Schenkel ca. 2 Minuten pro Seite anbraten. Danach aus der Pfanne nehmen.
  4. Speckwürfel in der gleichen Pfanne anbraten, dann Zwiebeln, Knoblauch und Pilze hinzufügen und alles anbraten, bis es duftet.
  5. Portwein, Orangensaft und Pouletbouillon hinzugeben, aufkochen lassen.
  6. Die Pouletschenkel zurück in den Topf legen, Deckel drauf und bei niedriger Hitze ca. 60 Minuten schmoren lassen. Nach Bedarf würzen.
  7. Sobald die Schenkel zart sind, aus dem Topf nehmen und im Ofen warm halten.
  8. Die Sauce aufkochen und nach Belieben etwas einkochen lassen. Wer mag, kann sie mit 2 TL Maizena binden und mit etwas Rahm verfeinern.

Zutaten für den Pastinaken-Kartoffelstampf:
  • Ca. 1 kg mehligkochende Kartoffeln und Pastinaken (gemischt)
  • 250 ml Milch
  • 40 g Butter, in Stücken
  • ¼ TL Muskat, gemahlen
  • 1 ½ TL Salz (nach Geschmack)

Zubereitung des Pastinaken-Kartoffelstampfes:
  1. Gemüse schälen und in Stücke schneiden. Am besten wird es gedämpft – wenn du einen Steamer hast, top! Alternativ einfach im Wasser kochen (ca. 20 Minuten).
  2. In einem kleinen Topf die Milch mit der Butter und den Gewürzen erhitzen.
  3. Das gegarte Gemüse mit der Milchmischung vermengen und mit einem Kartoffelstampfer bearbeiten, bis der Stampf schön cremig ist. Abschmecken und ggf. nachwürzen.

Anrichten und geniessen! 
Jetzt kommt der Moment, auf den wir alle gewartet haben: Anrichten, servieren und geniessen! Die zarten Pouletkeulen, umhüllt von einer köstlichen, würzigen Sauce und dazu der samtige Pastinaken-Kartoffelstampf – einfach unwiderstehlich.

En Guete!

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Melanzane a la Giapponese

15/1/2025

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​Auberginen mal anders: Mit Unagi-Sauce, statt „Parmiggiana“ oder Ratatouille! 🍆✨

Auberginen sind grossartig – aber lass uns mal ein bisschen aus der Komfortzone raus und sie nicht immer in die klassische „Parmiggiana“ oder ins Ratatouille stecken! Heute gibt’s eine völlig andere Variante: marinierte Auberginen mit einer Unagi-Sauce glasiert, serviert zu Reis. Klingt zu exotisch für festgefahrene Italiener? Genau! 😎

Vielleicht denkst du jetzt „Unagi, was?“. Unagi ist das japanische Wort für Aal – der wird gegrillt und dann mit einer süßlich-herzhaften Sauce glasiert. Wir kennen das aus japanischen Restaurants, meist als Sashimi serviert. Aber heute spielen wir damit und verwandeln die Auberginen in ein kleines kulinarisches Meisterwerk! 😋

Und keine Sorge, du kannst die Sauce nach deinem Geschmack variieren – du musst nicht jedes einzelne Ingredient zu Hause haben, um diese Leckerbissen zu zaubern.

Für 3-4 Personen brauchst du
2 große Auberginen (geschält)

Für die Glasur
4  EL Sojasauce (ich habe halb mit Ponzu ersetzt –
gibt einen frischen Kick! 🍋)
4  EL Mirin
3 EL Sake (alternativ kannst du auch trockenen Weisswein oder Sherry verwenden)
2-3 EL Wasser (je nachdem, wie dick die Sauce sein soll)
1 Scheibe Ingwer oder etwas Chili (optional für den extra Kick 🌶️)

Zum Braten
Sesam- oder Erdnussöl

Zum Garnieren
Sesam, frisches Zwiebelgrün oder Limetten

Und so geht’s

Die Glasur Alle Glasur-Zutaten in einer Pfanne zum Köcheln bringen und etwa 10-15 Minuten einreduzieren lassen. Wenn es zu dick wird, einfach noch einen Löffel Wasser hinzufügen. Dann die Pfanne beiseitestellen – Ingwer und Chili rausfischen, damit sie nicht überhand nehmen. Diese Glasur kann auch prima im Voraus vorbereitet werden! 🤩

Auberginen vorbereiten Die geschälten Auberginen entweder dämpfen oder weich kochen, sodass du mit einer Gabel problemlos hineinpiken kannst. (Dämpfen bringt den Geschmack noch intensiver zur Geltung!)

Auberginen schneiden Die Auberginen in 8-10 längliche Stangen schneiden und in eine Schale mit der Glasur geben. Dann mit den Händen gut durchmischen, damit jede Stange schön von der süßen Unagi-Glasur umhüllt wird. 🔥

Braten In einer Pfanne mit etwas Sesam- oder Erdnussöl die Auberginen braten, bis sie dunkel duftend und karamellisiert sind. Der Duft wird dich umhauen! 🤤

Anrichten Die glasierte Aubergine auf Reis servieren und mit Sesam und Zwiebelgrün garnieren. Voilà!

Itadakimasu! 🎉
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Fette Biscottate con Olive e Erbe

15/1/2025

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Zwieback Kekse mit Oliven und Kräutern

Herzhafte Biscotti? Aber klar doch! Wer mich kennt, weis inzwischen: Ich würde jede noch so kunstvolle Torte oder die feinste Pâtisserie mit einem müden Blick abtun, wenn ich dafür einen guten herzhaften Snack haben könnte. 

Ja, ich gebe es zu – auch die ordentlichen, altmodischen Chips à la Zweifel und Fonzies finde ich unwiderstehlich. Mit dieser Beichte habe ich wohl meine sonst so feine Nase und Gaumen vor den Kopf gestossen...
Ach, die Laster, die Laster... ;)

Aber zurück zum Thema: Wie wäre es, mal herzhafte Biscotti zu backen?
Ja, richtig gehört – Zwieback im italienischen Stil, zwei Mal gebacken! 
"Biscotto" kommt nämlich von dem italienischen „bis“ (zwei) und „cotto“ (gebacken), was bedeutet, dass diese Kekse nach dem ersten Backen noch einmal getrocknet oder gebacken werden, um ihre bekannte knusprige Konsistenz zu bekommen.
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Falls euch das noch nicht überzeugt hat, stellt schon mal die Weingläser bereit, denn diese Biscotti sind es wert, mit einem guten Glas zu geniessen.

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Zutaten
450 g Mehl (Type 00)
2 gestrichene TL Backpulver
220 g Oliven (oder eine Mischung aus Oliven und getrockneten Tomaten*)
1,25 dl Milch
½ TL Salz
2-3 EL frische Kräuter (ich nehme Thymian und Rosmarin, fein gehackt)
90 g Parmesan, Pecorino oder Appenzeller (je nach Laune und Vorrat)
2 Eier (M)
Zubereitung:

Ofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Oliven entsteinen und klein schneiden. Falls du getrocknete Tomaten verwendest, diese ebenfalls klein hacken. Den Käse fein reiben.

Eine quadratische Backform oder Rahmen  (ca. 15 -20 cm) mit Backpapier auslegen. Ich habe mich mit einer GN 1/4 aus dem Steamer zufrieden gegeben.

Alle Zutaten ausser den Eiern und der Milch in einer grossen Schüssel gut vermengen. In einer separaten Schüssel Eier und Milch gut verrühren.
Das Eier-Milch-Gemisch zum Mehl-Kräuter-Mix geben und alles zu einem  Teig verkneten. Den Teig in die vorbereitete Form drücken und 25-30 Minuten backen.

Den Brotlaib aus dem Ofen nehmen und ca. 20 Minuten abkühlen lassen.
Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den abgekühlten Laib mit einem Brotmesser in dünne Scheiben schneiden und die Biscotti auf den Blechen verteilen. Für weitere 20 Minuten goldbraun und knusprig backen.

Fertig! In einer Keksdose bleiben sie länger frisch.

* Ich benutze sehr gerne schwarze salzige mit Stein. Nehmt euch die Zeit Oliven zu entsteinen der Geschmack ist einfach besser. Zudem wählt ungefärbte Oliven. Nicht alle schwarzen Oliven sind wirklich schwarz.

Tipp Wer’s schärfer mag, kann auch Peperoncini, Knoblauch oder rote Pfefferkörner in den Teig mischen.

Und jetzt... Gin, Gin, Baby! 😉

Bon Appetito!
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COzze - Pomodoro - Piccante

8/1/2025

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Cozze con Pomodoro piccante – Miesmuscheln in pikantem Sud mit frisch geröstetem Brot – Mmhh… Ein Gericht, das uns sofort in den Süden versetzt, oder? Ja, ich weiss, nicht jeder steht auf Meeresfrüchte und viele schrecken vor der Zubereitung von Miesmuscheln zurück. Doch glaubt mir, Muscheln – oder wie die Italiener sagen, Cozze – sind viel einfacher zuzubereiten, als du vielleicht denkst! 

Viele, die Muscheln während ihrer Ferien lieben gelernt haben, trauen sich zu Hause oft nicht ran. Doch das muss nicht sein! Mit ein paar Tipps und Tricks ist dieses Rezept im Handumdrehen nachgekocht.

Es gibt eine alte Weisheit: „Muscheln nur in Monaten mit ‚r‘!“ Die Saison für frische Miesmuscheln beginnt daher im September und endet im April. Das hat vor allem mit der Laichzeit der Muscheln von April bis Juni zu tun. Wer nicht ganz auf frische Muscheln zurückgreifen möchte, kann jedoch auf pasteurisierte ganze Miesmuscheln (meist span. mejillones) zurückgreifen – eine sichere und leckere Alternative, wenn frische Muscheln für dich nicht vertrauenswürdig sind. Diese werden im Vakuumbeutel im eigenen Sud (Meereswasser) pasteurisiert angeboten. 

Bevor du mit dem Kochen loslegst, solltest du die Muscheln gründlich reinigen. Das kann ein bisschen mühsam sein, wenn man frische Muscheln kauft. Du musst die Muscheln unter kaltem Wasser abbürsten und den Bart – die faserigen „Fäden“, die an den Muscheln hängen – mit den Händen oder einer Pinzette entfernen. Achte darauf, dass alle Muscheln geschlossen sind, offene Muscheln solltest du entsorgen, da sie möglicherweise nicht mehr frisch sind.

Wenn du dir den Aufwand sparen möchtest, kannst du auch vorgeputze Muscheln beim Fischhändler kaufen. Diese sind bereits gereinigt und oft auch von bester Qualität, was dir das Leben in der Küche deutlich erleichtert. 

Ein kleiner Tipp: Frisch vom Fischhändler – das macht die Zubereitung um einiges stressfreier!
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120 g Zwiebeln, klein geschnitten
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
3-4 EL Olivenöl extra vergine
½ getrockneter Peperoncino
1 kg Miesmuscheln, frisch, gereinigt oder zum Reinigen, ganz mit Schale
200–300 g Tomatenstückchen, frisch oder aus der Dose
1 dl trockener Weißwein
Pfeffer
Zum Garnieren: Petersilie
Zum Servieren: Zitronenspalten

Zubereitung
Erhitze das Olivenöl in einem grossen Topf und dünste darin die Zwiebeln, den Knoblauch und den Peperoncino an, bis sie duften. Gib die Tomaten hinzu und lasse sie kurz mit dünsten. Füge nun die Miesmuscheln hinzu, rühre um und giesse nach etwa 1-2 Minuten den Weisswein dazu. 
Decke den Topf ab und lasse die Muscheln so lange köcheln, bis sie sich geöffnet haben, was sehr zügig der Fall ist.

Bestreue das Gericht mit frisch gehackter Petersilie und serviere es mit geröstetem Brot und Zitronenspalten.

Tipp: Du kannst die Muscheln auch zu Spaghetti servieren oder sie geöffnet auf einer Platte anrichten und mit einer Vinaigrette beträufeln.
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Feigen Mandel Cantucci

17/12/2024

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Weihnachtliche Cantucci mit Feigen und Orange
Weihnachten – die perfekte Zeit für festliche Düfte und leckere Spezialitäten. Diese Cantucci mit einer festlichen Note aus Feigen, Orange und Zimt passen hervorragend zu der besinnlichen Jahreszeit. Sie sind knusprig, aromatisch und ein wahrer Genuss zu einer Tasse Tee oder Kaffee. Hier ist ein Rezept, das den weihnachtlichen Zauber in jedem Bissen verspricht:
Zutaten:
3 Eier (Größe M)
1 Eigelb
1 Orange (Zeste, fein gerieben)
280 g Puderzucker
150 g ungeschälte Mandeln
150 g getrocknete Feigen, gewürfelt
320 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
1 - 2 Msp. Lebkuchengewürz
Etwas Bittermandelaroma oder 1-2 EL Amaretto

Zubereitung:
  1. Ofen vorbereiten: Den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  2. Teig herstellen: In einer großen Schüssel die Eier, das Eigelb, die fein geriebene Orangenschale und den Puderzucker gut miteinander verrühren. Mandeln, Feigenwürfel, Weizenmehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und Bittermandelaroma (oder Amaretto) hinzufügen. Alles mit einem Mixer oder per Hand zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. Teig weiterverarbeiten: Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und kurz durchkneten. Falls der Teig zu klebrig ist, etwas Mehl einkneten.
  4. Cantucci formen: Den Teig in 4-5 Portionen teilen und daraus Rollen mit etwa 3 cm Durchmesser formen. Diese Rollen mit Abstand auf ein Backblech legen.
  5. Backen (erste Runde): Die Oberflächen der Teigrollen leicht mit Wasser bepinseln und mit etwas Zucker bestreuen. Die Rollen im vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
  6. Abkühlen und nachbacken: Die Cantucci aus dem Ofen nehmen und 20 Minuten abkühlen lassen. Dann die Ofentemperatur auf 160°C reduzieren. Die abgekühlten Teigrollen schräg in etwa 1,5 cm dicke Stücke schneiden und mit den Schnittflächen nach unten auf das Blech zurücklegen.
  7. Backen (zweite Runde): Die Cantucci nochmals für 15-18 Minuten in der Ofenmitte backen, bis sie schön knusprig sind.
  8. Abkühlen lassen: Nach dem Backen die Cantucci auf einem Gitter auskühlen lassen. Sobald sie vollständig abgekühlt sind, können sie in einer luftdichten Dose oder Tupperware aufbewahrt werden.
Genuss-Tipp: Die Cantucci schmecken besonders gut, wenn sie mit einer Tasse heissem Getränk wie Glühwein, Kaffee oder Tee serviert werden.
Diese weihnachtlichen Cantucci sind eine wunderbare Ergänzung zu den festlichen Leckereien und bieten eine köstliche Kombination aus Süsse, Fruchtigkeit und Gewürzen.
Viel Spaß beim Backen und Geniessen! 🎄🍪


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Pollo Cacciatore

19/11/2024

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Pollo Cacciatore: Der Klassiker aus der Cucina Povera – Ein Fest für die Sinne

Stell dir vor: Es ist März, die Sonne scheint, die Luft ist frisch, und überall blühen die Mandelbäume. Ich werde – als stolze Erwachsene – dazu verdonnert, Pilze zu suchen. Pilze. Ehrlich gesagt, hat sich mir nicht ganz erschlossen, warum das so viel Spaß machen sollte. Aber okay, weit und breit kein Pilz in Sicht, dafür aber eine ganze Wiese voller wilder Kräuter, Spargeln und Blumen. Und plötzlich ist da dieser magische Moment, in dem ich von einem skeptischen Pilz-Sucher zu einem begeisterten Kräuter-Sammler werde. An diesem Tag wurde aus dem klassischen Pollo Cacciatore ein Hase Cacciatore, der in einem traditionellen Tontopf im offenen Kamin schmorte – ein echtes Fest für die Sinne!

Aber keine Sorge: Heute gibt's die moderne Version des Gerichts, ganz in der Tradition der Cucina Povera, die mit einfachen, aber unglaublich leckeren Zutaten auskommt. Und ja, wer ein bisschen auf knusprige Haut steht, kann das Hähnchen auch noch kurz unter den Grill schieben. Einfach, aber genussvoll! (bei mir ein Muss!)

Was ist Pollo Cacciatore?
Pollo Cacciatore, oder „Poulet nach Art des Jägers“, ist ein klassisches Gericht der italienischen Cucina Povera – der „armen Küche“ Italiens. Die ursprüngliche Idee hinter diesem Gericht war weniger ein festliches Opferritual, sondern vielmehr eine pragmatische Lösung für die Zubereitung eines älteren Huhns, das nicht mehr für die Ei-Produktion genutzt wurde. In einer Zeit, in der Fleisch eher ein rares Gut war, wurde oft das Huhn verwendet, das der Bauernhof gerade hergab. Und genau dieses Huhn, mit einfachen, aber frischen Zutaten wie Tomaten, Kräutern und ein bisschen Wein, wurde zu einem köstlichen Festmahl.

Im Süden Italiens, wo die Sonne die Tomaten besonders gut reifen lässt, variiert das Rezept oft je nach Saison und Region. Was bleibt, ist das unverwechselbare Zusammenspiel der Aromen – ein Gericht, das schlicht, aber unglaublich lecker ist.

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Für mein Pollo Cacciatore für 6 Personen benötigst du folgende Zutaten:

ca. 850 - 1000 g Poulet Ober-/Unterschenkel 
mind. 250 g kleine Tomaten, halbiert
2 EL Tomatenmark, mit 4 EL heißem Wasser verrührt
1 Zwiebel, in dünnen Scheiben
2-3 Knoblauchzehen, zerdrückt
1 kleine Peperoncino, halbiert (wer es weniger scharf mag, lässt die Kerne weg)
1 Lorbeerblatt
Eine großzügige Menge frische Kräuter, zum Beispiel:
2-3 Zweige Rosmarin
2-3 Zweige Thymian
2-3 Zweige Oregano
3-4 Blätter Salbei
1,5 dl Weißwein (ein guter, trockener Weisswein, den du auch gerne trinken würdest!)
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Die Zubereitung

Vorbereitung Das Poulet großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. In einem grossen Bräter das Olivenöl erhitzen und die halbierte Peperoncino darin anbraten, damit das Aroma freigesetzt wird. Dann die Hähnchenteile rundherum goldbraun anbraten. Die Peperoncino anschließend herausnehmen. Zwiebeln und Knoblauch in den Bräter geben und kurz mitbraten, bis sie weich und aromatisch sind.

Wein und Tomaten Den Weisswein hinzugeben und die Hitze etwas erhöhen, damit der Alkohol verdampfen kann und der Wein auf etwa die Hälfte reduziert wird. Nun kommen die Tomaten, das Tomatenmark und die Kräuter dazu. Alles gut umrühren, die Hitze zurückschalten und das Gericht 60 bis 75 Minuten köcheln lassen, bis das Hähnchen schön zart und durchgegart ist – das Fleisch sollte dann fast von den Knochen fallen.

Knusprige Haut Wenn du, wie ich, auf knusprige Hähnchenhaut stehst, schiebe den Bräter kurz vor Ende der Garzeit unter den Grill im Backofen (180–200°C, je nach Gerät). Der Grill macht die Haut schön knusprig und gibt dem Gericht noch den letzten, unwiderstehlichen Kick.
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Servieren
Pollo Cacciatore schmeckt großartig mit einem Stück knusprigem Brot, Reis oder auch einem anderen Korn deiner Wahl. Das Gericht bringt nicht nur die Aromen des Südens Italiens direkt in deine Küche, sondern auch das Gefühl von Wärme und Gemütlichkeit. Ein echter Genuss, der mit Liebe und Geduld zubereitet wird und kaum Arbeit macht

Fazit
Pollo Cacciatore ist eines dieser wunderbaren Gerichte, die mit wenigen, aber kräftigen Zutaten auskommen und dabei unglaublich lecker sind. Es erinnert uns daran, wie mit einfachen Mitteln und ein wenig Zeit aus einfachen Zutaten ein echtes Festmahl entstehen kann. In der Tradition der Cucina Povera ist dieses Gericht ein Paradebeispiel für die Kunst der improvisierten Küche, die aus Notwendigkeit und Liebe zur guten Ernährung geboren wurde. Und manchmal ist es gerade diese Einfachheit, die am meisten begeistert.

Buon Appetito! 
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