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Pulled Chicken im Pita

12/7/2026

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​Pulled Chicken im Pita – mit Rotbier geschmort und knuspriger Poulethaut

​​Warum eigentlich immer Burger? Und warum immer Pulled Pork?

​Wenn irgendwo "Pulled" draufsteht, denkt man fast automatisch an Burger oder Pulled Pork. Dabei muss es gar nicht immer Schwein oder Rind sein.
Ich bin ehrlich: Ich bin keine grosse Fleischesserin. Meine Männer dafür umso mehr. Als ich dieses Rezept ausprobierte, schlich mein Sohn gefühlt alle zehn Minuten durch die Küche, hob den Deckel an und fragte: «Ist es endlich fertig?»
​

Dumm nur für ihn, dass ein gutes Pulled Chicken seine Zeit braucht. Bevor es fertig geschmort war, musste er bereits los. Umso grösser war die Freude, als ihn später doch noch eine gut gefüllte Pita erwartete.
Natürlich schmeckt dieses Pulled Chicken auch ganz klassisch im Burgerbrötchen. Ich hatte allerdings noch Pitabrote im Haus und die Taschen eignen sich hervorragend dafür. Sie halten die saftige Füllung perfekt zusammen und jeder kann sie nach Lust und Laune ergänzen.
​
Bild
Und genau das mag ich an solchen Rezepten: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Was am Ende noch mit ins Brot kommt, entscheidet jeder selbst. Bei mir waren es eine würzige Kräuter-Fetacreme, süsse Ofencherrytomaten, knackige Cornichons und – das eigentliche Highlight – knusprig gebackene Poulethaut.

Die Haut wandert bei mir nämlich nicht in den Abfall. Sie darf zuerst zusammen mit dem Fleisch über Nacht marinieren und wird erst kurz vor dem Anbraten abgezogen, leicht gesalzen und im Airfryer knusprig gebacken. Grob gehackt sorgt sie später für den perfekten Crunch. Ganz nebenbei wird so auch noch weniger verschwendet – und genau solche Ideen liebe ich in meiner Küche.
Pulled Chicken mit Rotbier
Für 4 Personen
Zutaten
Marinade
  • 4 Pouletoberschenkel mit Knochen
  • 500 ml Rotbier (zBsp. Grimbergen)
  • 40 g BBQ-Sauce
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL edelsüsses Paprikapulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • ½ getrocknete Chilischote
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zum Schmoren
  • 2 grosse Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
  • 20 g Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1-2 EL Ahornsirup
  • 1  EL Tomatenmark
Zum Abschmecken
  • ein kleiner Schuss Balsamico
  • wenig Apfelsaft, falls die Sauce zu stark einkocht
Zum Servieren
  • Pitabrote
  • Kräuter-Fetacreme oder was da ist und mundet
  • im Ofen geröstete Cherrytomaten
  • Cornichons, in feine Scheiben geschnitten 
  • geröstete Haut

​Zubereitung
1. Marinieren
Die Pouletoberschenkel mit Haut in eine Schüssel legen.
Alle Zutaten der Marinade verrühren und über das Fleisch giessen.
Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren.

2. Haut knusprig backen
Kurz bevor das Fleisch angebraten wird, die Haut vorsichtig von den Oberschenkeln lösen.
Leicht salzen und im Airfryer bei 190 °C während 10–15 Minuten knusprig backen. Auf Küchenpapier auskühlen lassen und anschliessend grob hacken.

3. Schmoren
Butter und Olivenöl in einem Bräter erhitzen.
Die Zwiebeln darin langsam glasig dünsten und mit dem Ahornsirup leicht karamellisieren.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und rundherum kurz anbraten.
Das Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten.
Die komplette Marinade inklusive Lorbeerblätter angiessen.
Alles zugedeckt 1½ bis 2 Stunden bei kleiner Hitze schmoren lassen, bis sich das Fleisch ganz leicht vom Knochen lösen lässt.

4. Pulled Chicken
Das Fleisch herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
Von den Knochen lösen und mit zwei Gabeln auseinanderzupfen.
Währenddessen die Sauce offen etwas einkochen lassen.
Da meine Sauce etwas zu stark reduziert hatte, habe ich sie mit einem kleinen Schuss Balsamico und wenig Apfelsaft wieder geschmeidig gemacht. Das gab ihr gleichzeitig eine feine süss-säuerliche Note.
Anschliessend das gezupfte Fleisch wieder unter die Sauce mischen.

5. Pita füllen
Die Pitabrote kurz erwärmen und mit der Kräuter-Fetacreme bestreichen. Mit dem Pulled Chicken füllen.
Zum Schluss mit den Ofencherrytomaten, Cornichons und der grob gehackten knusprigen Poulethaut belegen.

Sofort servieren.

Meine Tipps
  • Ein kräftiges Rotbier verleiht der Sauce eine wunderbar malzige Tiefe. Für mich eines der besten Biere für dieses Gericht.
  • Die knusprige Poulethaut ist viel zu schade zum Wegwerfen und sorgt für den perfekten Crunch.
  • Natürlich schmeckt das Pulled Chicken auch im Burger Bun, auf einer Schiacciata oder sogar zu Ofenkartoffeln.

Buon appetito! 


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