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Ysop – bitter, blau & wunderbar vielseitig

29/6/2025

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Ein Kraut aus meinem Garten und zwei feine Rezepte dazu
 
Es gibt Kräuter, die schleichen sich leise in mein Herz – und andere, die machen gleich von Anfang an klar: Ich bin kein Mainstream. So einer ist der Ysop. Tiefblau blühend, fast schon herb im Charakter, stark im Geschmack und ein Lieblingsplatz für Bienen. In meinem Garten hat er seinen festen Platz zwischen Bohnenkraut und Lavendel – dort, wo es sonnig, trocken und ein bisschen wild ist.

Während der Hochsaison liebe ich es, durch meinen Kräutergarten zu streifen, die Aromen zu fühlen, zu schnuppern, zu ernten. Ysop sticht dabei nicht nur visuell hervor – auch geschmacklich bringt er eine kraftvolle Note, die in der Küche ganz gezielt eingesetzt werden will. Manchmal fein gehackt, manchmal nur ein Hauch – aber immer ein kleines Statement.

​Und weil ich in letzter Zeit vermehrt gefragt werde: „Was macht man denn überhaupt mit Ysop?“, widme ich ihm heute einen ganzen Blogpost inklusive zwei einfacher Rezepte:
​eine aromatische 
Kräuterbutter und ein feiner Ysop-Essig für Salate & Co.

Bild

Was ist eigentlich Ysop?Ysop (Hyssopus officinalis) ist ein altes Heilkraut aus der Familie der Lippenblütler. Bereits in der Antike wurde er für rituelle Reinigungen genutzt – und Hildegard von Bingen war begeistert von seiner belebenden Wirkung auf Körper und Geist. Heute ist er in Vergessenheit geraten – dabei steckt in seinen Blättchen und Blüten so viel Gutes!

​Im Garten: Ysop liebt es sonnig und trocken. Seine blauen Blüten sind essbar und werden gerne von Insekten besucht. Wer Bienen liebt, sollte Ysop pflanzen.
In der Küche: Seine Blätter schmecken intensiv, fast minzig-bitter, mit einer leicht pfeffrigen Note. Gut dosiert passt er zu Lamm, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, in Quark, Butter oder Essig.
Als Heilpflanze: Ysop wirkt schleimlösend, antibakteriell und verdauungsfördernd. In der Volksmedizin wird er bei Erkältungen und Erschöpfung eingesetzt – aber: nicht in der Schwangerschaft verwenden.
​
Bild
Ysop-Kräuterbutter

Zutaten (für ca. 100 g Butter)
– 100 g weiche Butter
– 1–2 TL fein gehackte Ysopblättchen (nur junge Triebe)
– ½ TL abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
– 1 Prise Fleur de Sel
– Optional: ½ kleine Knoblauchzehe (fein gerieben)
​
So geht’s:
  1. Die Butter weich rühren, bis sie schön cremig ist.
  2. Ysop, Zitronenschale, Salz und ggf. Knoblauch untermischen.
  3. Abschmecken und bei Bedarf mit etwas mehr Ysop oder Salz nachjustieren.
  4. In eine kleine Form geben oder zu einer Rolle formen, kühl stellen.
Tipp:
Ideal zu Grillgemüse, auf Brot, zu Kartoffeln oder Lamm. Die Butter lässt sich auch wunderbar einfrieren!

Ysop-Essig
Zutaten:
– 1 schöner Zweig Ysop (mit Blüten, falls vorhanden)
– 250 ml milder Weisswein- oder Apfelessig
– Optional: 3–4 schwarze Pfefferkörner, etwas Zitronenzeste
Zubereitung:
  1. Ysop waschen, gut trocknen und in eine saubere Glasflasche geben.
  2. Mit Essig aufgiessen, verschliessen und 2–3 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen.
  3. Danach abseihen und in eine saubere Flasche umfüllen.
Tipp:
Dieser Essig passt hervorragend zu Tomaten, Linsensalat oder in eine Senf-Honig-Vinaigrette. Auch als kleines Geschenk aus der Küche macht er sich wunderbar.


Noch mehr Ysop-Ideen?Wenn du Lust hast, mit Ysop weiter zu experimentieren: Wie wär’s mit Ysop-Honig, Blütenzucker oder einem aromatischen Tee bei Husten?Bis dahin wünsche ich dir viel Freude beim Kräutersammeln, Butterrühren und Essigansetzen!
💚 Deine Christina
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