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CUCINA MIA

Rezepte aus meiner Küche

„Essen ist ein Bedürfnis, Geniessen eine Kunst.“
​– François de La Rochefoucauld

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Geröstete Peperoni – aromatisch, mediterran

2/11/2025

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Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die am meisten Geschmack haben.
Diese im Ofen gerösteten Peperoni gehören für mich ganz klar dazu. Im Kurs blieb diesmal etwas zu viel Gemüse übrig – der beste Grund, es in etwas so Köstliches zu verwandeln.
Ich liebe es, wenn die Peperoni im Ofen langsam Blasen werfen und die Haut sich fast löst. Nach dem Abkühlen und Schälen bleibt das süsse, intensive Fruchtfleisch – purer Sommergeschmack!
Ich habe fast immer eine Schale davon im Kühlschrank. Auf geröstetem Brot, zu einem guten Stück Fleisch oder einfach als Antipasto – sie passen einfach immer.
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Auch grüne oder gelbe Peperoni funktionieren wunderbar. Die grünen mische ich lieber, denn pur sind sie mir meist etwas zu herb. In Kombination mit roten und gelben ergeben sie einen herrlich bunten Teller voller mediterraner Farben und Aromen.

Geröstete Peperoni
  • Zutaten:
  • 4–6 Peperoni (rot, gelb oder gemischt)
  • 1–2 Knoblauchzehen, fein geschnitten oder gepresst
  • Gutes Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Optional: frischer Basilikum oder Oregano

Zubereitung:
  1. Backofen vorheizen auf 220 °C (Ober-/Unterhitze oder Grillfunktion).
  2. Peperoni auf ein Blech legen und rund 25–30 Minuten rösten, bis die Haut dunkle Blasen wirft.
  3. Heiss in eine Schüssel oder Plastiktüte geben, verschliessen und 10–15 Minuten abkühlen lassen – so löst sich die Haut fast von selbst.
  4. Schälen, entkernen und in Streifen schneiden.
  5. Mit Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer marinieren und mindestens eine Stunde ziehen lassen.
  6. Servieren: auf geröstetem Brot mit etwas frischem Basilikum oder als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Käse.

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Kürbispüree – die goldene Basis für Herbstrezepte

11/10/2025

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Wenn der Herbst kommt, ziehe ich los zum Kürbisbauern.
​Im Korb: Butternut, Muskat und Hokkaido – alle leuchtend orange und voll Aroma.
Ein Teil davon landet sofort in der Küche, der Rest wird als Kürbispüree vorbereitet. So habe ich auch im Winter jederzeit eine Portion Herbstglück parat.
Meine eigene Kürbisernte war dieses Jahr eher bescheiden – ehrlich gesagt hatte sie mehr Gartendeko-Effekt als Ertrag. 
Umso mehr freue ich mich jetzt über den Besuch beim Kürbisbauern und die vielen Sorten, die dort warten.
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Warum Kürbis-Püree selber machen?
In den meisten amerikanischen Rezepten ist Kürbis-Püree „aus der Dose“ selbstverständlich – hierzulande ist das eher unüblich.
Dabei ist selbstgemachtes Püree viel aromatischer, ganz ohne Zusätze – und lässt sich wunderbar auf Vorrat einfrieren.
Egal ob für Kürbis-Brownies, Suppe, Gnocchi, Brot, Risotto oder Kuchen – dieses Püree ist die ideale Basis.

Welche Kürbisse eignen sich?
  • Butternut – fein, süsslich, samtig in der Konsistenz
  • ​Muskat – aromatisch, leicht nussig, kräftig orange
  • Hokkaido – unkompliziert, da essbare Schale; leicht mehlig und gut zum Pürieren
Ich persönlich mag Butternut oder Muskat am liebsten – sie ergeben ein cremiges, leuchtendes Püree.
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Zutaten
  • 1 mittelgrosser Butternuss-, Muskat- oder Hokkaidokürbis
  • etwas Olivenöl
  • eine Prise Salz (optional)

Zubereitung
  1. Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Kürbis halbieren, entkernen und in grobe Stücke schneiden.
  3. Mit etwas Olivenöl bepinseln und auf ein Blech legen (Schnittseite nach unten).
  4. Ca. 40 Minuten backen, bis das Fruchtfleisch weich ist und leicht karamellisiert. (Backzeit je nach Sorte varierend)
  5. Etwas abkühlen lassen, das Fruchtfleisch mit einem Löffel auslösen und fein pürieren – im Mixer oder mit dem Stabmixer.
  6. In saubere Gläser füllen oder portioniert einfrieren.

​Schöne Herbstzeit wünsche ich.
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Chili Kräuterbutter / Steakbutter

1/9/2025

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Meine Liebe zu Chilis

Wenn ich ehrlich bin, liebe ich Chilis nicht in erster Linie wegen ihrer Schärfe.
Natürlich mag ich es, wenn ein Gericht etwas Charakter hat. Aber die extrem scharfen Sorten, bei denen man kaum noch schmeckt, was man eigentlich isst, haben mich nie besonders gereizt.
Was ich an Chilis liebe, sind ihre Farben. Im Garten hängen sie wie kleine Laternen zwischen Kräutern und Tomaten. Gelb, Orange, Rot, Violett – manche rund wie Kirschen, andere lang und elegant. Sie bringen Farbe, Leben und ein bisschen mediterranes Flair in jedes Beet.

Und dann kommt irgendwann der Moment, an dem alle gleichzeitig reif werden. Wie so oft im Garten produziert die Natur nicht in haushaltsgerechten Mengen. Also wird ausprobiert, eingekocht, gemixt und abgeschmeckt. Kräuterbutter mit Chili, Chilisalz, Saucen, Öle oder Würzpasten. Meist entstehen dabei keine Rezepte aus Büchern, sondern kleine Eigenkreationen aus dem, was gerade wächst und geerntet werden möchte.

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Das Schöne daran ist: Ich kann unmöglich alles selbst verbrauchen.
So wandern viele Gläser und Fläschchen zu Freunden, Familie, Nachbarn oder Kursteilnehmenden. Ein bisschen Gartenfreude zum Mitnehmen. Und ehrlich gesagt macht mir das Verschenken oft genauso viel Freude wie das Herstellen.

Vielleicht ist das der eigentliche Grund, warum jedes Jahr wieder Chilipflanzen in meinen Garten einziehen. Nicht wegen der Schärfe. Sondern wegen der Farben, der Kreativität in der Küche und der Menschen, die sich über ein kleines Glas hausgemachte Chilisauce freuen.
​Und natürlich, weil ich es jedes Jahr aufs Neue nicht schaffe, weniger davon anzupflanzen.
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Würzige Chili-Steakbutter

Eine aromatische Steakbutter mit angenehmer Schärfe, die das Fleisch begleitet statt überdeckt.

Zutaten
  • 150 g Butter, weich
  • 1 kleine Schalotte, sehr fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
  • 1 kleine frische Chili, fein gehackt
  • 1 TL Aleppo-Chili oder Piment d'Espelette
  • ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Worcestershiresauce
  • 1 TL Zitronensaft
  • ½ TL Fleur de Sel
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL fein gehackte Petersilie

Zubereitung
  1. Die Schalotte in wenig Butter langsam glasig dünsten und vollständig auskühlen lassen.
  2. Die weiche Butter mit Schalotte, Knoblauch, Chili, Aleppo-Chili, Paprika, Worcestershiresauce und Zitronensaft verrühren.
  3. Petersilie, Fleur de Sel und etwas schwarzen Pfeffer beigeben.
  4. Abschmecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
  5. Zu einer Rolle formen oder in kleine Förmchen füllen.

Meine Chiliauswahl
Für diese Butter eignen sich besonders:
  • Aleppo Chili – fruchtig, mild bis mittel scharf, leicht rauchig
  • Piment d'Espelette – elegant, aromatisch, wenig aggressiv
  • Calabrese Chili – typisch süditalienisch, würzig und fruchtig
  • Fresno Chili – frisch, fruchtig und ausgewogen
  • Jalapeño rot gereift – mild und angenehm aromatisch

Tipp von Cucina mia
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Wer gerne grilliert, kann zusätzlich 1 TL fein gehackten Rosmarin oder etwas Zitronenzeste beifügen. Die Butter passt hervorragend zu Entrecôte, Rib Eye, Rindshuft oder gegrilltem Gemüse.
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​Meine Lieblingsvariante für Rindfleisch vom Grill

Calabrese-Chili-Butter
  • 150 g Butter
  • 1 EL fein gehackte eingelegte Calabrese-Chili
  • 1 TL von deren Öl
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 TL Zitronenzeste
  • 1 TL fein gehackter Rosmarin
  • ½ TL Honig
  • Fleur de Sel

Diese Butter ist scharf, würzig und aromatisch, ohne das Steak zu erschlagen. Besonders gut zu Entrecôte, Rib Eye oder Tomahawk.

Gib 1–2 Sardellenfilets fein zerdrückt in die Butter. Niemand schmeckt «Fisch», aber die Butter bekommt eine unglaubliche Tiefe und verstärkt den Fleischgeschmack statt ihn zu überdecken. Gerade bei Grillbutter ist das ein echter Geheimtipp.

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Flugzwiebeln süss-sauer

21/7/2025

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Flugzwiebeln süss-sauer – aus dem Garten ins Glas 

Etagenzwiebel trifft Balsamico & Rohrzucker und Gartenkräuter
​Wenn eine Pflanze in meinem Garten Jahr für Jahr aufs Neue begeistert, dann ist es die Etagenzwiebel. Sie wächst nicht nur nach unten, sondern auch nach oben – und produziert kleine Zwiebelchen direkt am oberen Ende des Stängels. Genau diese „Flugzwiebeln“ habe ich geerntet – etwa 20 Stück, rund 220 g – und sie in einem süss-sauren Sud eingelegt.

Diese Zwiebelchen schmecken herrlich zu Raclette, in Sandwiches oder einfach so direkt aus dem Glas. Und wer keine Etagenzwiebel im Garten hat: kleine Schalotten funktionieren genauso gut!
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Die Etagenzwiebel – robust, würzig & ganzjährig nutzbar
Die Etagen- oder Flugzwiebel ist ein kleines Gartenwunder. Alles an ihr ist essbar:
  • Die Mutterzwiebel im Boden kann wie eine milde Speisezwiebel verwendet werden.
  • Das frische Grün eignet sich wie Frühlingszwiebel oder Schnittlauch.
  • Und im Juli bildet sie die typischen kleinen Flugzwiebeln an der Spitze aus – perfekt zum Einlegen oder Braten.
Das Beste: Die Pflanze ist winterhart und bringt Jahr für Jahr neue Zwiebelgenerationen hervor. Wichtig dabei: Immer ein paar Flugzwiebeln stehen lassen, damit sich die Pflanze weiter vermehrt. Mit etwas Aufmerksamkeit ist die Etagenzwiebel eine treue Begleiterin für die Selbstversorgerküche – mit Ernte fast rund ums Jahr.
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Eingemachte Flugzwiebeln in Balsamico-SudFür ca. 1 Glas à 3–4 dl
Zutaten:
  • ca. 220 g kleine Flugzwiebeln der Etagenzwiebel (20 Stück)
  • 100 ml weisser Balsamico
  • 100 ml dunkler Balsamico
  • 4–5 EL Rohrzucker (nach Geschmack)
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Senfkörner
  • 3–5 schwarze Pfefferkörner
  • 1–2 Nelken (optional)
  • 1 kleines Lorbeerblatt
  • 1 kleiner Zweig Rosmarin oder Thymian

Zubereitung:
  1. Zwiebeln vorbereiten:
    Die kleinen Zwiebelchen schälen. Am einfachsten geht’s, wenn man sie kurz mit heissem Wasser überbrüht.
  2. Sud kochen:
    Beide Balsamico-Sorten mit Zucker, Salz und allen Gewürzen in einem kleinen Topf aufkochen.
  3. Zwiebeln einlegen:
    Die Zwiebeln in den kochenden Sud geben und ca. 10 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie glasig sind, aber noch etwas Biss haben.
  4. Heiss abfüllen:
    Alles zusammen in ein sterilisiertes Glas füllen, sofort verschliessen und auf dem Kopf abkühlen lassen.
Geduld haben:
Die Zwiebelchen mindestens 1 Woche durchziehen lassen – besser 2. Kühl und dunkel gelagert halten sie sich mehrere Monate.


​Mein Tipp
Für eine feine Fruchtnote kann man etwas Apfel- oder Orangensaft ergänzen. Wer es klassischer mag, ersetzt die Flugzwiebeln durch kleine Schalotten.

Vom Giardino direkt ins Glas – mit Liebe, Geschmack und einem Hauch Sommer. 
​Viel Spass beim probieren
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Kapuzinerkresse: Butter, Kapern, Wissen

3/7/2025

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Kapuzinerkresse – Würze, Farbe und Heilkraft aus dem Garten
Wenn im Sommer mein Garten in sattem Grün leuchtet und dazwischen kräftig orange, rot und gelb aufflammt, weiss ich: Die Kapuzinerkresse ist zurück.
Sie wächst bei mir so üppig, dass ich fast täglich etwas davon in die Küche hole – als hübsche Deko, würzige Zutat oder sogar als pflanzliches Hausmittel.
Dieses Multitalent ist für mich nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine echte Gartenheldin: pflegeleicht, schädlingsabwehrend und in fast allen Teilen essbar.
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🌿 Ein kurzer Steckbrief

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) stammt ursprünglich aus Südamerika. Ihren Namen verdankt sie den kapuzenförmigen Blüten, die an die Ordenstracht der Kapuzinermönche erinnern.
Sie ist eine einjährige Pflanze, wächst extrem schnell und blüht unermüdlich – ideal für Balkone, Hochbeete und alle, die Farbe und Würze lieben.

Kulinarisch vielseitig
Alle oberirdischen Pflanzenteile sind essbar:
  • Blätter: pfeffrig, wie milder Rucola – perfekt in Salaten oder auf Butterbrot
  • Blüten: farbenfroh & aromatisch – ein Highlight auf jedem Teller
  • Samen: unreif geerntet lassen sie sich zu „falschen Kapern“ einlegen

Besonders liebe ich Kapuzinerkressenbutter: einfach weiche Butter mit gehackten Blättern, etwas Zitronenabrieb und einer Prise Salz mischen – schon fertig!
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Heilpflanze mit Wirkung
Kapuzinerkresse wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und immunstärkend – sie ist als pflanzliches Antibiotikum bekannt.
Sie enthält Senföle, die gegen Erkältungen und Harnwegsinfekte helfen können. Ein Tee aus frischen Blättern (sparsam dosieren!) oder der regelmässige Verzehr kleiner Mengen im Salat kann unterstützend wirken.
⚠️ Hinweis: Menschen mit empfindlichem Magen sollten Kapuzinerkresse nur in kleinen Mengen geniessen.


Rezept: Kapuzinerkressen-Kapern (falsche Kapern)
Diese würzig eingelegten Samen erinnern geschmacklich an Kapern – ein tolles Mitbringsel oder Vorrat für deine Küche.
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Zutaten:
– 1 Tasse unreife grüne Samen der Kapuzinerkresse (fest, nicht hart)
– 1 TL Salz
– 100 ml milder Apfelessig oder Weissweinessig
– 100 ml Wasser
– 1 Lorbeerblatt
– evtl. Pfefferkörner, Senfkörner oder Chili

So geht’s:
  1. Die Samen abspülen und mit 1 TL Salz bestreut 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  2. Wasser und Essig mit Gewürzen kurz aufkochen.
  3. Die gesalzenen Samen abspülen, in ein sauberes Schraubglas füllen.
  4. Mit der heissen Essiglake übergiessen, verschliessen und abkühlen lassen.
  5. Mindestens 1 Woche ziehen lassen – besser 2–3.
Tipp: Kühl und dunkel lagern – geöffnet im Kühlschrank aufbewahren.

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Kapuzinerkressenbutter

100 g weiche Butter
1 Handvoll frische Kapuzinerkresseblätter (fein gehackt)
 1 Prise Salz
1 Msp. Zitronenabrieb oder rosa Pfeffer 
Alles gut verrühren – herrlich zu Brot, Ofenkartoffeln oder Grillgemüse.


Weitere Ideen mit Kapuzinerkresse:
  • Butteraufstrich: mit Blättern, Salz und Zitrone
  • Blüten-Essig: Blüten in Weissweinessig einlegen für Salate
  • Salat-Highlight: Blätter mit Erdbeeren, Feta und gerösteten Kernen
  • Blüten-Eiswürfel: für Sommerdrinks
  • Frischkäse-Rolle: Blütenblätter als Dekor aussenrum
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Lievito Madre - milder ital. Sauerteig

1/7/2025

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Wenn das Kühlschrank-Tamagotchi den Geist aufgibt…

Wie ich meiner Lievito Madre neues Leben einhauche 

​Manche haben einen Hund, andere ein Meerschweinchen – ich hatte einen Sauerteig. Genauer gesagt: eine wunderbar gepflegte Lievito Madre. Ich habe sie gefüttert, gestreichelt (naja, fast) und geliebt. Doch dann kam das Leben dazwischen – oder besser gesagt: eine längere Abwesenheit und eine Männer-WG mit selektiver Wahrnehmung. Und was soll ich sagen? Mein Teigling war Geschichte. Und das ganz ohne Piepsen.

Denn anders als ein Tamagotchi meldet sich eine Lievito Madre nicht, wenn sie Hunger hat.

Aber... Schluss mit dem Trauerspiel – ich starte neu. Und diesmal bekommt mein Teig ein schönes Zuhause vorne im Kühlschrank. Und vielleicht sogar einen Namen.
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Mein neuer Ansatz: Lievito Madre mit Manitoba-Mehl und einem Hauch Honig

​Tag 1 – der Anfang vom Aufleben
Du brauchst:
  • 100 g Manitoba-Mehl (anderes backstarkes Weizenmehl Typ 0)
  • 50 g lauwarmes Wasser (26–28 °C)
  • ¼ TL flüssiger Honig

Und so geht’s:
  1. Alles gut miteinander verkneten, am besten von Hand.
  2. Eine glatte Kugel formen und mit einem Messer kreuzweise einschneiden – das ist kein Deko-Gag, sondern hilft beim Beobachten des Aufgehens.
  3. In ein Glas legen (Deckel nur locker auflegen) und 48 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 24–26 °C) ruhen lassen.
  4. Nicht stören – der Teigling schläft… äh… arbeitet.
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Der 8-Tage-Plan für eine stabile Lievito Madre

Ab Tag 3 beginnt das tägliche Auffrischen. Mein persönlicher Fahrplan sieht so aus:

​Tag 3–8:
– Jeweils 100 g der alten Madre mit 100 g Manitoba-Mehl und 50 g Wasser verkneten.

– Wieder eine Kugel formen, leicht einschneiden und bei Raumtemperatur ruhen lassen.

– Ab Tag 6 rolle ich sie jeweils in ein sauberes Tuch und gebe sie in ein Glas – das bringt Struktur und macht sie kompakter.
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Am Tag 8 ist dein Teigling dann (hoffentlich) aktiv, geht brav auf und riecht angenehm mild-säuerlich. Ab jetzt darf er in den Kühlschrank umziehen – und will etwa einmal pro Woche aufgefrischt werden. Wie ein echter Mitbewohner eben.
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Und jetzt?
Leben mit der Madre… 
Wenn deine Lievito Madre sich gut entwickelt hat, kannst du sie ab sofort einmal pro Woche auffrischen.
Nimm dazu ca. 100 g vom Teig ab (zum Backen oder zum Weitergeben) und füttere den Rest wie gewohnt im Verhältnis 1:1:0.5 – also z. B. 100 g Madre + 100 g Mehl + 50 g Wasser.

Du brauchst nicht jedes Mal alles zu verwenden – ein Grundstock von 100–150 g im Kühlschrank reicht völlig aus. So bleibt sie fit und frisst dir nicht die ganze Speisekammer leer.

Und ja: Du kannst deine Madre natürlich auch weitergeben!
Wenn sie aktiv ist, riecht gut und geht zuverlässig auf, ist sie bereit, in neue Küchen auszuziehen. Ein kleines Gläschen davon mit Anleitung – das perfekte kulinarische Mitbringsel.

Ach ja, und das Beste: Je älter dein Sauerteig wird, desto stabiler wird er. Irgendwann brauchst du beim Backen keine zusätzliche Hefe mehr – dein kleines Teig-Wunder schafft das ganz alleine. Geduld zahlt sich aus.

Und weil ich hier im Haus die Mamma bin, braucht meine neue Mitbewohnerin dringend einen anderen Namen. Vielleicht „Nonna Lievita“? Oder „Signora Fermentina“? Ich bin offen für Vorschläge – Hauptsache, sie meldet sich nie wieder mit einem Piepton.

Hmm... Fermentina, ich glaube das ist es.

Anleitung zum ausdrucken
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