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CUCINA MIA

Rezepte aus meiner Küche

„Essen ist ein Bedürfnis, Geniessen eine Kunst.“
​– François de La Rochefoucauld

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Conchiglioni Ripieni

6/7/2025

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Gefüllte Conchiglioni mit Ricotta & Gartenkräutern

Wenn der Sommer in der Küche ankommt
Wenn der Wetterbericht „Gartenwetter“ verspricht, weiss ich: heute wird’s barfuss. Dann zieht es mich raus, zwischen Kräuterduft und Rasengekitzel, wo Basilikum, Bohnenkraut, Thymian & Oregano um meine Aufmerksamkeit wetteifern. Ich schneide ein Bündel nach dem anderen, lasse mich treiben, überlege, was daraus auf den Teller wandern darf – und finde im Kühlschrank noch Ricotta, der unbedingt verarbeitet werden will.

Also gibt’s: mit Ricotta gefüllte Conchiglioni , frischen Gartenkräutern und einer einfachen Tomatensauce. Mediterran, unkompliziert, sättigend und voller Aroma. Und das Beste: Man kann das Gericht ganz wunderbar vorbereiten, während draussen die Sonne weiter das Basilikum wachküsst.
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Zutaten (für 3-4 Personen)

Für die Füllung
  • ca. 15–20 grosse Conchiglioni (Muschel Pasta zum Füllen)
  • 250 g - 300gr Ricotta
  • 1 Ei (optional)
  • 3 EL gehäuft Parmesan oder Pecorino, gerieben
  • eine grosse  Handvoll fein gehackte Gartenkräuter: Basilikum, Bohnenkraut, Oregano & Thymian
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronenabrieb nach Gusto

Für die Sauce:
  • 1 Dose Pelati (400 g)
  • 1 kleine Zwiebel & 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • etwas Olivenöl
  • 1 TL Bohnenkraut oder Oregano (frisch oder getrocknet)
  • Salz, Pfeffer , opt. Peperoncino getrocknet
  • (ich hatte noch Zucchini vom Grill übrig, diese habe ich auch ran gemacht)

Für das Topping:
  • Parmesan, grob gerieben
  • (selbstgemachtes) Paniermehl – bei mir: aus Sauerteigbrot von der Bäckerei Schweizer
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Zubereitung:
  1. Sauce kochen:
    Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl glasig dünsten, Pelati dazugeben und leicht zerdrücken. Mit Salz, Pfeffer, (Zucker) und Bohnenkraut würzen und ca. 30 Minuten köcheln lassen.
  2. Conchiglioni vorkochen:
    In Salzwasser bissfest garen, abgiessen, und etwas voneinander nehmen damit sie nicht kleben.
  3. Füllung anrühren:
    Ricotta mit Ei, geriebenem Käse, fein gehackten Kräutern und Gewürzen vermengen.
  4. Füllen & schichten:
    Tomatensauce in eine ofenfeste Form geben, Pasta mit Hilfe eines Spritzbeutels mit der Ricottamischung füllen und in die Sauce setzen.
  5. Topping streuen & gratinieren:
    Vor dem Backen bestreue ich die gefüllten Muscheln mit einer Mischung aus Parmesan & Paniermehl.
    Das habe ich von meiner Nonna übernommen – sie streckte den teuren Käse damit. Ich mache es heute aus Liebe zum Duft und Geschmack.
    Am liebsten nehme ich grobes Paniermehl.
  6. Ab in den Ofen:
    Bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten backen, bis alles duftet und die Kruste goldbraun ist.

Serviervorschlag:
Ein bunter Gartensalat mit Kapuzinerkresse, ein Glas Weisswein und Zeit.
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Kapuzinerkresse: Butter, Kapern, Wissen

3/7/2025

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Kapuzinerkresse – Würze, Farbe und Heilkraft aus dem Garten
Wenn im Sommer mein Garten in sattem Grün leuchtet und dazwischen kräftig orange, rot und gelb aufflammt, weiss ich: Die Kapuzinerkresse ist zurück.
Sie wächst bei mir so üppig, dass ich fast täglich etwas davon in die Küche hole – als hübsche Deko, würzige Zutat oder sogar als pflanzliches Hausmittel.
Dieses Multitalent ist für mich nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine echte Gartenheldin: pflegeleicht, schädlingsabwehrend und in fast allen Teilen essbar.
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🌿 Ein kurzer Steckbrief

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) stammt ursprünglich aus Südamerika. Ihren Namen verdankt sie den kapuzenförmigen Blüten, die an die Ordenstracht der Kapuzinermönche erinnern.
Sie ist eine einjährige Pflanze, wächst extrem schnell und blüht unermüdlich – ideal für Balkone, Hochbeete und alle, die Farbe und Würze lieben.

Kulinarisch vielseitig
Alle oberirdischen Pflanzenteile sind essbar:
  • Blätter: pfeffrig, wie milder Rucola – perfekt in Salaten oder auf Butterbrot
  • Blüten: farbenfroh & aromatisch – ein Highlight auf jedem Teller
  • Samen: unreif geerntet lassen sie sich zu „falschen Kapern“ einlegen

Besonders liebe ich Kapuzinerkressenbutter: einfach weiche Butter mit gehackten Blättern, etwas Zitronenabrieb und einer Prise Salz mischen – schon fertig!
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Heilpflanze mit Wirkung
Kapuzinerkresse wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und immunstärkend – sie ist als pflanzliches Antibiotikum bekannt.
Sie enthält Senföle, die gegen Erkältungen und Harnwegsinfekte helfen können. Ein Tee aus frischen Blättern (sparsam dosieren!) oder der regelmässige Verzehr kleiner Mengen im Salat kann unterstützend wirken.
⚠️ Hinweis: Menschen mit empfindlichem Magen sollten Kapuzinerkresse nur in kleinen Mengen geniessen.


Rezept: Kapuzinerkressen-Kapern (falsche Kapern)
Diese würzig eingelegten Samen erinnern geschmacklich an Kapern – ein tolles Mitbringsel oder Vorrat für deine Küche.
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Zutaten:
– 1 Tasse unreife grüne Samen der Kapuzinerkresse (fest, nicht hart)
– 1 TL Salz
– 100 ml milder Apfelessig oder Weissweinessig
– 100 ml Wasser
– 1 Lorbeerblatt
– evtl. Pfefferkörner, Senfkörner oder Chili

So geht’s:
  1. Die Samen abspülen und mit 1 TL Salz bestreut 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  2. Wasser und Essig mit Gewürzen kurz aufkochen.
  3. Die gesalzenen Samen abspülen, in ein sauberes Schraubglas füllen.
  4. Mit der heissen Essiglake übergiessen, verschliessen und abkühlen lassen.
  5. Mindestens 1 Woche ziehen lassen – besser 2–3.
Tipp: Kühl und dunkel lagern – geöffnet im Kühlschrank aufbewahren.

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Kapuzinerkressenbutter

100 g weiche Butter
1 Handvoll frische Kapuzinerkresseblätter (fein gehackt)
 1 Prise Salz
1 Msp. Zitronenabrieb oder rosa Pfeffer 
Alles gut verrühren – herrlich zu Brot, Ofenkartoffeln oder Grillgemüse.


Weitere Ideen mit Kapuzinerkresse:
  • Butteraufstrich: mit Blättern, Salz und Zitrone
  • Blüten-Essig: Blüten in Weissweinessig einlegen für Salate
  • Salat-Highlight: Blätter mit Erdbeeren, Feta und gerösteten Kernen
  • Blüten-Eiswürfel: für Sommerdrinks
  • Frischkäse-Rolle: Blütenblätter als Dekor aussenrum
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Lievito Madre - milder ital. Sauerteig

1/7/2025

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Wenn das Kühlschrank-Tamagotchi den Geist aufgibt…

Wie ich meiner Lievito Madre neues Leben einhauche 

​Manche haben einen Hund, andere ein Meerschweinchen – ich hatte einen Sauerteig. Genauer gesagt: eine wunderbar gepflegte Lievito Madre. Ich habe sie gefüttert, gestreichelt (naja, fast) und geliebt. Doch dann kam das Leben dazwischen – oder besser gesagt: eine längere Abwesenheit und eine Männer-WG mit selektiver Wahrnehmung. Und was soll ich sagen? Mein Teigling war Geschichte. Und das ganz ohne Piepsen.

Denn anders als ein Tamagotchi meldet sich eine Lievito Madre nicht, wenn sie Hunger hat.

Aber... Schluss mit dem Trauerspiel – ich starte neu. Und diesmal bekommt mein Teig ein schönes Zuhause vorne im Kühlschrank. Und vielleicht sogar einen Namen.
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Mein neuer Ansatz: Lievito Madre mit Manitoba-Mehl und einem Hauch Honig

​Tag 1 – der Anfang vom Aufleben
Du brauchst:
  • 100 g Manitoba-Mehl (anderes backstarkes Weizenmehl Typ 0)
  • 50 g lauwarmes Wasser (26–28 °C)
  • ¼ TL flüssiger Honig

Und so geht’s:
  1. Alles gut miteinander verkneten, am besten von Hand.
  2. Eine glatte Kugel formen und mit einem Messer kreuzweise einschneiden – das ist kein Deko-Gag, sondern hilft beim Beobachten des Aufgehens.
  3. In ein Glas legen (Deckel nur locker auflegen) und 48 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 24–26 °C) ruhen lassen.
  4. Nicht stören – der Teigling schläft… äh… arbeitet.
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Der 8-Tage-Plan für eine stabile Lievito Madre

Ab Tag 3 beginnt das tägliche Auffrischen. Mein persönlicher Fahrplan sieht so aus:

​Tag 3–8:
– Jeweils 100 g der alten Madre mit 100 g Manitoba-Mehl und 50 g Wasser verkneten.

– Wieder eine Kugel formen, leicht einschneiden und bei Raumtemperatur ruhen lassen.

– Ab Tag 6 rolle ich sie jeweils in ein sauberes Tuch und gebe sie in ein Glas – das bringt Struktur und macht sie kompakter.
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Am Tag 8 ist dein Teigling dann (hoffentlich) aktiv, geht brav auf und riecht angenehm mild-säuerlich. Ab jetzt darf er in den Kühlschrank umziehen – und will etwa einmal pro Woche aufgefrischt werden. Wie ein echter Mitbewohner eben.
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Und jetzt?
Leben mit der Madre… 
Wenn deine Lievito Madre sich gut entwickelt hat, kannst du sie ab sofort einmal pro Woche auffrischen.
Nimm dazu ca. 100 g vom Teig ab (zum Backen oder zum Weitergeben) und füttere den Rest wie gewohnt im Verhältnis 1:1:0.5 – also z. B. 100 g Madre + 100 g Mehl + 50 g Wasser.

Du brauchst nicht jedes Mal alles zu verwenden – ein Grundstock von 100–150 g im Kühlschrank reicht völlig aus. So bleibt sie fit und frisst dir nicht die ganze Speisekammer leer.

Und ja: Du kannst deine Madre natürlich auch weitergeben!
Wenn sie aktiv ist, riecht gut und geht zuverlässig auf, ist sie bereit, in neue Küchen auszuziehen. Ein kleines Gläschen davon mit Anleitung – das perfekte kulinarische Mitbringsel.

Ach ja, und das Beste: Je älter dein Sauerteig wird, desto stabiler wird er. Irgendwann brauchst du beim Backen keine zusätzliche Hefe mehr – dein kleines Teig-Wunder schafft das ganz alleine. Geduld zahlt sich aus.

Und weil ich hier im Haus die Mamma bin, braucht meine neue Mitbewohnerin dringend einen anderen Namen. Vielleicht „Nonna Lievita“? Oder „Signora Fermentina“? Ich bin offen für Vorschläge – Hauptsache, sie meldet sich nie wieder mit einem Piepton.

Hmm... Fermentina, ich glaube das ist es.

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Ysop – bitter, blau & wunderbar vielseitig

29/6/2025

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Ein Kraut aus meinem Garten und zwei feine Rezepte dazu
 
Es gibt Kräuter, die schleichen sich leise in mein Herz – und andere, die machen gleich von Anfang an klar: Ich bin kein Mainstream. So einer ist der Ysop. Tiefblau blühend, fast schon herb im Charakter, stark im Geschmack und ein Lieblingsplatz für Bienen. In meinem Garten hat er seinen festen Platz zwischen Bohnenkraut und Lavendel – dort, wo es sonnig, trocken und ein bisschen wild ist.

Während der Hochsaison liebe ich es, durch meinen Kräutergarten zu streifen, die Aromen zu fühlen, zu schnuppern, zu ernten. Ysop sticht dabei nicht nur visuell hervor – auch geschmacklich bringt er eine kraftvolle Note, die in der Küche ganz gezielt eingesetzt werden will. Manchmal fein gehackt, manchmal nur ein Hauch – aber immer ein kleines Statement.

​Und weil ich in letzter Zeit vermehrt gefragt werde: „Was macht man denn überhaupt mit Ysop?“, widme ich ihm heute einen ganzen Blogpost inklusive zwei einfacher Rezepte:
​eine aromatische 
Kräuterbutter und ein feiner Ysop-Essig für Salate & Co.

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Was ist eigentlich Ysop?Ysop (Hyssopus officinalis) ist ein altes Heilkraut aus der Familie der Lippenblütler. Bereits in der Antike wurde er für rituelle Reinigungen genutzt – und Hildegard von Bingen war begeistert von seiner belebenden Wirkung auf Körper und Geist. Heute ist er in Vergessenheit geraten – dabei steckt in seinen Blättchen und Blüten so viel Gutes!

​Im Garten: Ysop liebt es sonnig und trocken. Seine blauen Blüten sind essbar und werden gerne von Insekten besucht. Wer Bienen liebt, sollte Ysop pflanzen.
In der Küche: Seine Blätter schmecken intensiv, fast minzig-bitter, mit einer leicht pfeffrigen Note. Gut dosiert passt er zu Lamm, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, in Quark, Butter oder Essig.
Als Heilpflanze: Ysop wirkt schleimlösend, antibakteriell und verdauungsfördernd. In der Volksmedizin wird er bei Erkältungen und Erschöpfung eingesetzt – aber: nicht in der Schwangerschaft verwenden.
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Ysop-Kräuterbutter

Zutaten (für ca. 100 g Butter)
– 100 g weiche Butter
– 1–2 TL fein gehackte Ysopblättchen (nur junge Triebe)
– ½ TL abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
– 1 Prise Fleur de Sel
– Optional: ½ kleine Knoblauchzehe (fein gerieben)
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So geht’s:
  1. Die Butter weich rühren, bis sie schön cremig ist.
  2. Ysop, Zitronenschale, Salz und ggf. Knoblauch untermischen.
  3. Abschmecken und bei Bedarf mit etwas mehr Ysop oder Salz nachjustieren.
  4. In eine kleine Form geben oder zu einer Rolle formen, kühl stellen.
Tipp:
Ideal zu Grillgemüse, auf Brot, zu Kartoffeln oder Lamm. Die Butter lässt sich auch wunderbar einfrieren!

Ysop-Essig
Zutaten:
– 1 schöner Zweig Ysop (mit Blüten, falls vorhanden)
– 250 ml milder Weisswein- oder Apfelessig
– Optional: 3–4 schwarze Pfefferkörner, etwas Zitronenzeste
Zubereitung:
  1. Ysop waschen, gut trocknen und in eine saubere Glasflasche geben.
  2. Mit Essig aufgiessen, verschliessen und 2–3 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen.
  3. Danach abseihen und in eine saubere Flasche umfüllen.
Tipp:
Dieser Essig passt hervorragend zu Tomaten, Linsensalat oder in eine Senf-Honig-Vinaigrette. Auch als kleines Geschenk aus der Küche macht er sich wunderbar.


Noch mehr Ysop-Ideen?Wenn du Lust hast, mit Ysop weiter zu experimentieren: Wie wär’s mit Ysop-Honig, Blütenzucker oder einem aromatischen Tee bei Husten?Bis dahin wünsche ich dir viel Freude beim Kräutersammeln, Butterrühren und Essigansetzen!
💚 Deine Christina
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Salbei Sirup

17/6/2025

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Salbei, Sonne & Sirup – mein flüssiges Gartenwunder

Es war einer dieser frühen Sommertage, an denen der Garten duftet, als hätte jemand die Kräuterapotheke geöffnet. Der Salbei steht in voller Pracht – silbrig-grün, üppig, kraftvoll. Ich kann kaum daran vorbeigehen, ohne mit den Fingern über die samtigen Blätter zu streichen.

Letzten Sonntag habe ich ihn geerntet – dicke Büsche voller Aroma – und nicht nur mein bewährtes Salbeisalz angesetzt, sondern auch einen feinen Salbeisirup gekocht.

Ein Sirup mit vielen Gesichtern: Aperitifzutat, Küchengeheimnis und kleine Kräuterhilfe bei Husten.
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Da ich selbst vor einer gelebten Ewigkeit eine Ausbildung im Bereich Heilkunde gemacht habe, liebe ich solche Verbindungen zwischen Küche & Wirkung besonders. Und Salbei ist eben nicht nur aromatisch, sondern auch altbewährt – entzündungshemmend, beruhigend, wohltuend.

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🍸 Wie ich ihn verwende
  • Als Apero mit Eis, Zitrone & Prosecco: eine kleine Überraschung im Glas – kräuterig, duftig, leicht herb.
  • Zum Glasieren von Lamm oder Gemüse: einfach am Ende der Garzeit mit etwas Sirup überziehen – das ergibt eine feine, karamellisierte Kräuternote.
  • Heiss aufgegossen mit Zitrone: bei Halskratzen oder einfach als Abendritual – wie ein Schluck Sonne im Becher.
  • Pur: ein Teelöffel bei Husten – altbewährt und angenehm im Geschmack.

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🫙 Rezept für Salbeisirup

Zutaten:
  • 1 Liter Wasser
  • ca. 25–30 frische Salbeiblätter
  • 1 Bio-Zitrone (Saft und etwas Schale)
  • 1 kg Zucker

Zubereitung:
  1. Salbeiblätter waschen, trocken schütteln.
  2. Wasser und Zucker aufkochen, vom Herd nehmen. Salbeiblätter und Zitronenschale (kein weisses Innere!) hineingeben.
  3. Zugedeckt 24 - 48 Stunden ziehen lassen (kühl stellen).
  4. Abseihen, Zitronensaft  zugeben.
  5. Alles zusammen aufkochen und 5–8 Minuten leicht köcheln lassen.
  6. Noch heiss in saubere Flaschen abfüllen, gut verschliessen.


Haltbarkeit: Ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert: mehrere Monate.
Nach Anbruch im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Wochen verbrauchen.

💡 Du kannst den Sirup auch wunderbar verschenken – mit einer kleinen Etikette, einem Tropfen Wissen & ein paar Anwendungstipps dazu. Oder du geniesst ihn selbst – am besten barfuss :) im Garten, mit einem Zweig frischen Salbei  & Prosecco im Glas.


⚠️ Hinweis aus der Heilpflanzenpraxis
Salbei ist ein kraftvolles Kraut – doch nicht für alle geeignet.
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Salbei (auch als Sirup oder Tee) gemieden werden, da er die Milchbildung hemmen kann. Auch bei Epilepsie oder längerfristiger Anwendung empfiehlt es sich, Rücksprache mit einer Fachperson zu halten.




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Torta di Nocciole alla Piemontese - Nuss Gugelhopf

14/6/2025

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Heute ist es heiss – sehr heiss. Definitiv kein Kuchenwetter. Eigentlich.
Aber wenn der Grosse nach Kuchen ruft, dann backe ich eben. Denn für manche Menschen geht Kuchen einfach immer.
Dass ich dann – natürlich! – nicht bei einer Prise Staubzucker aufhören durfte, sondern auch noch eine Schokoladenglasur machen musste, liess mich kurz sprachlos zurück. Aber gut – Schokolade heilt ja bekanntlich so einiges.
Und wenn dann noch nocciole del Piemonte ins Spiel kommen, ist es sowieso um mich geschehen. Ich liebe diese aromatischen Haselnüsse – am liebsten zu einem kalten Glas Riesling oder Moscato von unserem Freund im Piemont.
Etwas Fernweh? Ja – wann denn nicht?
Hier kommt mein Rezept für einen wunderbar saftigen, schokoladigen Piemont-Kuchen – heute in Form eines Gugelhopfs!
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​Warum piemontesische Haselnüsse?
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Die Tonda Gentile delle Langhe – so heisst die berühmte piemontesische Haselnuss – gilt unter Kennern als die aromatischste ihrer Art. Ihr Geschmack ist fein, nussig, leicht süsslich, ohne die oft bittere Note herkömmlicher Haselnüsse.
Sie entfaltet ihr volles Aroma beim Rösten, bleibt aber dabei weich und zart. Kein Wunder, dass sie die Lieblingsnuss der Pasticcerie Norditaliens ist – und auch meiner. 

Erhältlich sind diese edlen Nüsse in gut sortierten Delikatessläden, italienischen Feinkostgeschäften oder im gehobenen Detailhandel.
Ich persönlich decke mich am liebsten im Kolonialwarenladen „Kerzenjeger“ in Solothurn ein – ein echtes Kleinod! Und bei einem Besuch in Solothurn sowieso ein Muss.

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​Rezept für eine Gugelhopfform (ca. 2,2 l)Zutaten für den Teig:
  • 210 g Butter, weich + etwas zum Einfetten
  • 150 g glattes Weizenmehl + etwas zum Bemehlen
  • 120 g dunkle Couverture (mind. 72 %)
  • 120 g piemontesische Haselnüsse
  • 2 TL Backpulver
  • 210 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker oder 4 TL selbst gemachter
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Frangelico (Haselnusslikör)
  • 6 Eier (Grösse M), zimmerwarm
Für die Glasur:
  • 200 g dunkle Couverture
  • 20 g Butter

Zubereitung:
  1. Vorbereitung:
    Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Gugelhopfform sorgfältig fetten und mit Mehl bestäuben.
  2. Nüsse & Schokolade mahlen:
    Haselnüsse und Couverture gemeinsam im Foodprozessor fein mahlen (alternativ grob hacken). Piemontesische Nüsse lohnen sich und sind normalerweise nicht gehackt erhältlich!
  3. Buttermasse:
    Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz hellcremig schlagen. Die Eier einzeln zugeben und nach dem letzten Ei mindestens 5 Minuten kräftig schlagen, bis die Masse richtig luftig ist.
  4. Aroma & Nussmischung:
    Frangelico und die Nuss-Schoko-Mischung unterrühren.
  5. Trockene Zutaten:
    Mehl und Backpulver mischen, unterheben.
  6. Backen:
    Teig in die Form füllen, glattstreichen und auf der untersten Schiene ca. 60–65 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Danach 15 min auskühlen lassen und stürzen.
  7. Glasur:
    Couverture mit Butter über dem Wasserbad schmelzen. Die Glasur über den ausgekühlten Kuchen giessen und nach Belieben mit gehackten Nüssen verzieren.

​Vielleicht im Moment eher mit einem Eiskaffe als Begleitung ;)
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