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CUCINA MIA

Rezepte aus meiner Küche

„Essen ist ein Bedürfnis, Geniessen eine Kunst.“
​– François de La Rochefoucauld

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Lievito Madre oder Zia Fermentina 2.0

1/1/2026

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Zia Fermentina zieht Kreise
(oder: Wie mein Lievito Madre plötzlich auf Reisen ging)

Eigentlich war alles ganz harmlos gedacht.
Ein Teigling Lievito Madre. Eine kleine Broschüre. Ein Geschenk.

Inzwischen weiss ich: Lievito Madre bleibt selten dort, wo sie gestartet ist.
Sie wird geteilt, weitergereicht, eingepackt – und manchmal trägt jemand plötzlich mehr von meinem Ansatz nach Hause, als ursprünglich geplant. Und genau so soll es sein.

Warum ein weiterer Artikel zu Lievito Madre?
Auf dem Blog findest du bereits einen Beitrag zum Ansetzen von Lievito Madre, inklusive PDF.
Dieser neue Artikel ist bewusst kein Da capo davon, sondern eine Ergänzung.
Denn Zia Fermentina – meine Broschüre – setzt danach an.

Nicht beim Starten, sondern beim Ankommen:
beim Pflegen, Verstehen, Backen und Vertrauen fassen.

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​Lievito Madre ist kein Projekt. Sie ist ein Prozess.Was mir immer wieder auffällt:
Sobald jemand beginnt, mit Lievito Madre zu backen, verändert sich etwas.
Man hört genauer hin.
Man plant anders.
Und man merkt: Nicht alles muss sofort gelingen.

Genau deshalb ist sie so wunderbar für den Einstieg – und für alle, die Brot nicht nur herstellen, sondern verstehen möchten.
Und ja – sie wird weitergegebenDass inzwischen jemand mehr von meinem Ansatz nach Hause getragen hat, nehme ich als Kompliment.

Lievito Madre ist kein Abfallprodukt.
Sie ist ein Mitbringsel. Ein Gesprächsstoff. Ein kleines Versprechen.
Und manchmal der Anfang von sehr gutem Brot.

Die Broschüre: zia fermentinaDie Broschüre „zia fermentina – dein Einstieg in die Welt des Lievito Madre“ begleitet genau diesen Weg:
vom ersten Vertrauen bis zum ersten eigenen Brot.
Ohne Hektik, ohne Dogma, ohne Fachchinesisch.
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Wenn du Lievito Madre bereits angesetzt hast – oder gerade erst damit liebäugelst –
dann ist diese Broschüre vielleicht genau das Richtige für dich.
Und falls sie weiterwandert: umso besser.

Dein Browser unterstützt die Anzeige dieses Dokuments nicht. Klicke hier, um das Dokument herunterzuladen.

​Wenn dich jetzt die Lust gepackt hat: Melde dich gern. Vielleicht wartet gerade eine kleine Portion Lievito Madre auf ihr nächstes Zuhause.
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Apfel-Blaubeer-Schnecken mit ...

1/1/2026

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Manchmal entstehen Rezepte aus einem Moment heraus. Und manchmal aus einem Mascarpone-Hamsterkauf für einen Kurs. Wer mit Pannen rechnet, wird bekanntlich oft positiv überrascht.

So stand plötzlich mehr Mascarpone bereit als geplant – und ein gut gereifter Teig (Süsser Teig mit LM statt Hefe) aus dem Kühlschrank wartete ebenfalls. Dazu ein paar Äpfel, etwas Zeit und die Lust, etwas Warmes, Duftendes zu backen. Herausgekommen sind diese saftigen Schnecken mit Orange, Vanille und einer cremigen Füllung, die genau das widerspiegeln: unkomplizierte Küche aus dem Bauch heraus. 
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Diese Schnecken sind weich und saftig, nicht zu süss, fein aromatisiert mit Orangenabrieb und Vanille. Gefüllt mit Mascarpone, Zimt, Apfel, Blaubeeren,  Pistazien und meinem Apfelschalengewürz bekommen sie Tiefe und Wärme, ohne schwer zu wirken.
​Perfekt für ein spätes Frühstück, einen gemütlichen Kaffeetisch oder einfach als kleines Stück aus der Cucina mia.

Süsser Hefeteig mit Orange & Vanille
(mit Lievito Madre – ideal für Schnecken)

Zutaten (für 1 runde ca 25cm Tarteform)
  • 500 g Weizenmehl (Type 405 / 480 / 00)
  • 120 g aktive Lievito Madre, weich
  • 220 ml Milch, kalt bis handwarm
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei (Grösse M)
  • 80 g Butter, weich
  • 8 g Salz
  • Abrieb von 1 Bio-Orange
  • Vanillepulver nach Geschmack

Zubereitung Teig
  • Mehl und Milch kurz mischen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
  • 30 Minuten ruhen lassen.
  • Lievito Madre, Zucker, Ei, Orangenabrieb und Vanille einkneten.
  • Nach einigen Minuten das Salz zugeben.
  • Die weiche Butter stückweise einkneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.
  • Abgedeckt bei ca. 24 °C 3–4 Stunden ruhen lassen, bis der Teig sichtbar an Volumen gewinnt.
  • Den Teig leicht flach drücken und 8–12 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.
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Füllung

Zutaten
  • 250 g Mascarpone
  • 60–80 g Zucker (nach Geschmack)
  • 1½–2 TL Zimt
  • 1–2 TL Apfelschalengewürz
  • 2–3 EL gemahlene Mandeln (zur Bindung)
  • 1 Apfel, fein gehobelt
  • eine Handvoll Blaubeeren
  • 2–3 EL gehackte Pistazien

Vorbereitung der Füllung
Mascarpone mit Zucker, Zimt, Apfelschalengewürz und gemahlenen Mandeln glatt rühren.
Die Mandeln sorgen dafür, dass die Füllung beim Backen schön cremig bleibt und nicht ausläuft. Den Apfel nicht vorab zuckern, damit er keine zusätzliche Flüssigkeit zieht.

Schnecken formen
  • Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 30–45 Minuten akklimatisieren lassen.
  • Auf einer leicht geölten Arbeitsfläche rechteckig 3–4 mm dünn ausrollen.
  • Die Mascarponefüllung gleichmässig aufstreichen.
  • Apfel, Blaubeeren und Pistazien locker darauf verteilen.
  • Von der langen Seite her straff, aber ohne Druck aufrollen.
  • In 3–4 cm dicke Scheiben schneiden und in eine gebutterte Form setzen.

Stückgare & Backen
  • Abgedeckt 2–3 Stunden bei 22–24 °C gehen lassen
  • Die Schnecken sollen sichtbar aufgegangen und luftig sein

Backen
  • 180 °C Ober-/Unterhitze
  • untere Ofenhälfte
  • 20–25 Minuten
  • Falls sie zu schnell Farbe nehmen, locker mit Alufolie abdecken.

Optionaler Finish
  • Heiss mit leicht warmer Aprikosenkonfitüre bepinseln oder mit Puderzucker bestäuben

Ohne Lievito Madre – kurze Alternative
Falls keine Lievito Madre zur Verfügung steht:
  • 500 g Mehl
  • 7 g Trockenhefe oder 20 g frische Hefe
  • Milch handwarm (30–35 °C)
  • alle weiteren Zutaten gleich
Die Hefe in der Milch auflösen, keine Autolyse, alle Zutaten direkt verkneten.
Stockgare ca. 1½–2 Stunden, Stückgare 45–60 Minuten.

Aus der Cucina mia
  • Für extra Saftigkeit: 1–2 EL Rahm zwischen die Schnecken in die Form giessen
  • Die Schnecken lassen sich gut lauwarm einfrieren und kurz aufbacken
  • Auch fein: Blaubeeren durch Birne oder getrocknete Aprikosen ersetzen
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Shortbread süss & salzig – mit Lavendel und ...

30/12/2025

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Meine Kräuterliebe kennt halt keine Grenzen
„Shortbread süss & salzig – mit Lavendel und Rosmarin aus dem eigenen Garten“

Vorgestern war es endlich so weit.
Meine Kräuterflut aus dem Garten – die ich aus Zeitmangel schlicht getrocknet und in Tüten verstaut hatte – durfte endlich weiterziehen. Vom Beutel ins Glas. Ordentlich, duftend, griffbereit.
Lavendel und Rosmarin stammen natürlich aus dem eigenen Garten.

Und beim Rosmarin greife ich ganz bewusst zum Hängerosmarin: Seine Nadeln sind feiner, fast zart, und sein Duft ist lieblicher als bei vielen aufrecht wachsenden Sorten. Genau richtig für feines Gebäck – auch für salziges.
Getrocknete Kräuter haben manchmal den Ruf, grob oder dominant zu sein. Dabei liegt das Geheimnis einzig in der Verarbeitung. Fein gemahlen, gut dosiert, eingebettet in Butter – dann zeigen sie ihre elegante Seite.

Dieses salzige Apéro-Shortbread mit Parmesan, Zitrone und Gartenrosmarin ist für mich genau das: ein kleiner Begleiter, kein Hauptdarsteller. Mürbe, buttrig, aromatisch, mit einem feinen Crunch durch etwas Reismehl. Perfekt zu Oliven, Käse, einem Glas Wein – oder einfach so.
Kräuter begleiten mich durchs ganze Jahr.

Im Garten, in der Küche, im Glas. Und manchmal landen sie eben dort, wo man sie vielleicht nicht erwartet – im Shortbread.
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Salziges Apéro-Shortbread
Parmesan · Zitrone · Gartenrosmarin

Zutaten (ca. 30 Stück)
  • 200 g Butter, weich
  • 80 g Parmesan, sehr fein gerieben
  • 1 Bio-Zitrone, fein abgeriebene Schale
  • ½ TL getrockneter Rosmarin, sehr fein gemahlen 
  • ½ TL feines Salz
  • etwas schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 200 g Weissmehl (Typ 405 / 480)
  • 50 g Reismehl, sehr fein

Vorbereitung
  • Rosmarin-Nadeln vom Stiel zupfen
  • Mit etwas Salz oder Mehl im Mörser zu feinem Pulver verarbeiten
→ keine Nadeln, kein Pieksen, nur Aroma

Zubereitung
  1. Buttermasse
    Butter, Parmesan, Zitronenabrieb, Rosmarinpulver, Salz und Pfeffer kurz verrühren.
    Nicht luftig schlagen.
  2. Mehle einarbeiten
    Weissmehl und Reismehl mischen und rasch unterarbeiten, bis ein homogener Teig entsteht. Nicht kneten.
  3. Formen
    Teig zu einer Rolle (Ø ca. 4 cm) formen oder 1–1,5 cm dick ausrollen.
    Oberfläche leicht einstechen.
  4. Kühlen
    Mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  5. Backen
    Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    20–25 Minuten backen, bis das Shortbread ganz leicht goldig ist.
  6. Abkühlen
    Auf dem Blech auskühlen lassen – warm ist es noch sehr weich.

Hinweise
  • Reismehl sorgt für kurzen Biss und feinen Crunch
  • Getrockneter Rosmarin nur fein gemahlen verwenden
  • Haltbarkeit: 10–14 Tage, luftdicht verschlossen
  • Perfekt zu: Apéro, Oliven, Käse, Suppe, Wein
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Orangen-Lavendel-Shortbreadfein
buttrig, mit elegantem Crunch

Zutaten (ca. 24 Stück)
  • 250 g Butter, weich, sehr gute Qualität
  • 100 g Puderzucker, selbstgemacht
  • 1 Bio-Orange, fein abgeriebene Schale
  • 1 TL getrocknete Lavendelblüten, fein gemahlen
  • 1 gute Prise Salz
  • 250 g Weissmehl (Typ 405 / 480)
  • 50 g Reismehl, sehr fein

Vorbereitung
  • Lavendel mit 1EL Zucker sehr fein mahlen. (Puderzucker um diese Menge reduzieren
  • Restlichen Zucker zugeben und kurz mitmahlen
    → gleichmässiges Aroma, keine Bitterkeit

Zubereitung
  1. Buttermasse
    Butter, Puderzucker-Lavendel-Mischung, Salz und Orangenabrieb kurz cremig rühren. Nicht luftig schlagen.
  2. Mehle einarbeiten
    Weissmehl und Reismehl mischen und rasch unterarbeiten, bis ein homogener Teig entsteht. Nicht kneten.
  3. Formen
    Teig 1–1,5 cm dick ausrollen oder in eine rechteckige Form drücken.
    Oberfläche mit einer Gabel leicht einstechen.
  4. Kühlen
    Mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  5. Backen
    Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    25–30 Minuten backen.
    Das Shortbread soll hell bleiben, kaum Farbe annehmen.
  6. Schneiden & Auskühlen
    Noch warm in Finger oder Quadrate schneiden.
    In der Form vollständig auskühlen lassen.

Hinweise
  • Lavendel sparsam dosieren
  • Keine Umluft verwenden
  • Haltbarkeit: 3-4 Wochen, luftdicht verschlossen
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Mustazzoli aus dem Salento - 2 Rezepte 2 Seelen

7/12/2025

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Meine Wurzeln liegen im Salento – und wie so viele traditionelle Gebäcke gehören auch die Mustazzoli für mich ganz selbstverständlich zu dieser Region. Was mich daran fasziniert:
Es gibt nicht das eine Rezept. Selbst im gleichen Dorf existieren unzählige Varianten. Jede Familie macht sie anders. Und jede Version erzählt ihre eigene Geschichte.
 
Die alte salentinische Version – schlicht, vegan & ursprünglich

Heute habe ich aus reiner Neugier die wohl ursprünglichste Form der Mustazzoli ausprobiert: eine Version mit Wein, ohne Honig, ohne Ei, ohne Sirup – also ganz selbstverständlich vegan.
Gelockert wird sie mit Hirschhornsalz (Ammoniaca), aromatisiert mit Kakao, Gewürzen und Orangenschale.
Der Wein war früher kein Luxus, sondern einfach vorhanden. Honig hingegen war teuer und blieb den einfacheren Alltagsrezepten oft verwehrt. Ganz ehrlich?

Ich war positiv überrascht, wie gut diese reduzierte Variante schmeckt: dunkel, würzig, nicht zu süss, tief im Aroma
und wunderbar lange haltbar.

Schlicht, ehrlich – und genau deshalb so spannend.
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Die zweite Linie – mit Mandeln, Ei & viel Orange 
Daneben gibt es jene Mustazzoli, die viele kennen, die festlichere Variante mit Mandeln, Ei, viel Orange und oft einer Zucker- oder Schokoladenglasur. Diese Version ist weicher, runder, opulenter, fast schon wie ein kleines Törtchen in Keksform und typisch für Feiertage, Hochzeiten und besondere Anlässe.

Zwei Rezepte, ein Ursprung 
Heute existieren diese beiden Linien nebeneinander, die alte salentinische, vegane Wein-Version, reduziert und robust, und die reiche Mandel-Version, weich und festlich. Beide sind echt, beide gehören zum Salento und beide haben ihren festen Platz in meiner Küche.

In diesem Beitrag teile ich deshalb bewusst beide Rezepte:
Die alte, einfache Wein-Version und die festliche Mandel-Variante, die viele kennen. Zwei Seelen – ein Gebäck.

Rezept 1: Mustazzoli al vino(vegan – alte salentinische Version)
Zutaten (ca. 25–30 Stück)
  • 250 g Weissmehl
  • 80 g Zucker
  • 40 g dunkler Kakao
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL Nelkenpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1½ TL Hirschhornsalz (ca. 4–5 g)
  • 50 ml Rotwein
  • 50 ml Traubensaft
  • 65 ml mildes Olivenöl
  • Schale von ½ Bio-Orange, fein gerieben

Optional: Schokoladenglasur
  • 120–150 g dunkle Couverture
  • Optional: 1 TL mildes Olivenöl für schönen Glanz

Zubereitung
  1. Trockene Zutaten mischen Mehl, Zucker, Kakao, Zimt, Nelken, Salz und Hirschhornsalz gut vermengen.
  2. Flüssigkeiten einarbeiten Wein, Traubensaft, Olivenöl und Orangenschale einkneten →
    weicher, geschmeidiger Teig, nicht trocken, nicht klebrig.
  3. Teig ruhen lassen 20–30 Minuten gut abgedeckt ruhen lassen.
  4. Formen 8–10 mm dick auswallen, Rauten oder Quadrate schneiden.
  5. Backen 180 °C Ober-/Unterhitze, 12–14 Minuten
    → Sie müssen noch weich aus dem Ofen kommen, sie härten beim Abkühlen nach.
  6. Glasieren (optional) Couverture schmelzen, evtl. Olivenöl einrühren.
    Mustazzoli nur auf der Oberseite glasieren, trocknen lassen.

Rezept 2: Mustazzoli mit Mandeln & Orange(festliche Variante)

Zutaten (ca. 30 Stück)
  • 450 g Weissmehl (oder Farina 0)
  • 190 g Zucker
  • 200 g Mandeln, geröstet & fein gemahlen
  • 30 g dunkler Kakao
  • 50 ml Olivenöl extra vergine
  • 8 g Hirschhornsalz
  • ½ Päckli Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Nelkenpulver
  • 2 Eier
  • Schale und Saft von 2 Bio-Orangen

Für die klassische Zuckerglasur
  • 400 g Zucker
  • 130 ml Wasser
(alternativ auch hier dunkle Couverture möglich)

Zubereitung
  1. Trockene Zutaten mischen Mehl, Zucker, Mandeln, Kakao, Zimt, Nelken, Hirschhornsalz und Backpulver mischen.
  2. Flüssigkeiten einarbeiten Eier, Olivenöl, Orangenabrieb und Orangensaft einkneten → weicher, gut formbarer Teig.
  3. Ruhen lassen 20–30 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
  4. Formen 8–10 mm dick auswallen, Rauten oder Quadrate schneiden.
  5. Backen 180 °C Ober-/Unterhitze, 13–15 Minuten
    → nicht zu dunkel backen.
  6. Glasieren Zucker und Wasser kurz aufkochen, leicht eindicken lassen.
    Mustazzoli oben eintauchen oder bestreichen, trocknen lassen.


Tipps, Aufbewahrung & Haltbarkeit Falls der Teig beim Auswallen zu trocken und rissig wirkt, wie es bei mir der Fall war, lässt er sich ganz einfach retten, indem man esslöffelweise etwas Wein, Traubensaft oder einen kleinen Schuss Olivenöl einknetet, bis er wieder geschmeidig, glatt und gut formbar ist. Der Teig sollte sich weich anfühlen, ohne zu kleben, denn nur so bleiben die Mustazzoli nach dem Backen saftig. Sollten sie dennoch etwas zu trocken geraten, hilft es auch hier, sie in einer gut schliessenden Dose gemeinsam mit einem Stück Apfel, etwas Orangenschale oder einem kleinen Stück frischem Brot aufzubewahren, so ziehen sie über Nacht wieder sanft Feuchtigkeit. Grundsätzlich gilt, Mustazzoli nicht zu lange zu backen, sie müssen noch weich aus dem Ofen kommen, denn sie härten beim Abkühlen und Lagern nach. Die vegane Wein-Version ist in einer gut verschlossenen Dose problemlos zwei bis drei Wochen haltbar, die festliche Mandel-Version mit Ei und Orange bleibt etwa zehn bis vierzehn Tage frisch, geschmacklich gewinnen beide Varianten nach einem Tag deutlich an Tiefe und Rundheit.

​Mustazzoli sind für mich ein Gebäck mit vielen Gesichtern, schlicht und ursprünglich in der einen Version, weich, aromatisch und festlich in der anderen. Beide Rezepte zeigen, wie vielfältig eine einzige Tradition sein kann und wie viel Geschichte in so einem einfachen Keks steckt. Ob vegan mit Wein oder reichhaltiger mit Mandeln, Ei und Orange, beide tragen denselben Ursprung in sich und beide dürfen heute ihren Platz in meiner Küche haben. Ich liebe genau dieses Spannungsfeld zwischen Einfachheit und Fülle, zwischen Alltag und Fest, zwischen Neugier und Erinnerung. Vielleicht findest auch du in einer der beiden Versionen deinen persönlichen Mustazzoli-Liebling.


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Anisbrötli / Chräbeli

3/12/2025

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Meine grosse Liebe zu Anisbrötli – auch wenn alle davon rennen. Ich gebe es zu: Ich liebe Anisbrötli und Chräbeli. Würzig, knusprig, herrlich altmodisch – für mich gehören sie einfach in die Adventszeit wie Lichterketten und Mandarinen. Sobald jedoch das Anisglas aufgeht und der Ofen warm wird, passiert bei uns zuhause jedes Jahr das Gleiche: Meine Männer nehmen Reissaus.

Es ist fast schon ein Ritual – dieses Stöhnen, die Blicke, und dann dieses spurlose Verschwinden aus der Küche. Offenbar hat Anis für sie die gleiche Wirkung wie ein Feueralarm. Kein anderes Weihnachtsgebäck löst so zuverlässig Panikflucht aus wie meine geliebten Anisbrötli. 
Aber wisst ihr was? Mir doch egal. Ich backe sie trotzdem – mit voller Hingabe und völlig kompromisslos. Denn für mich sind Anisbrötli einfach unschlagbar lecker. Punkt.

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Zutaten
  • 500 g Puderzucker
  • 500 g Mehl
  • 5 Eier (ca. 220 g)
  • 3,5 g Salz
  • 15 g Anis

Zubereitung
Vorbereitung Siebe den Puderzucker und das Mehl jeweils separat. Röste den Anis in einer Pfanne ohne Fett, bis er angenehm duftet.

Teig herstellen Schlage Eier, Puderzucker und Salz in der Küchenmaschine mit dem Schneebesenaufsatz ca. 10 Minuten dickcremig auf. Gib anschliessend das gesiebte Mehl und den gerösteten Anis dazu und rühre mit dem Flachrührer nur kurz unter, bis alles gerade eben vermischt ist.
Den Teig abgedeckt mindestens 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Formen und Trocknen Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben, den Teig kurz durchkneten und ca. 1 cm dick ausrollen. Mit Modeln oder Prägerollen prägen und nach Belieben Formen ausstechen.
Die Teigstücke auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und an einem trockenen Ort ca. 18–20 Stunden trocknen lassen.

Backen Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Blech in die Mitte des Ofens schieben und die Anisbrötli 8–10 Minuten backen.
Gegen Ende der Backzeit sollten die Brötli die typischen „Füessli“ bilden.

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Tipp

Knete den Teig möglichst nicht mehrfach zusammen und rolle ihn nicht zu oft neu aus – die Prägungen werden sonst unscharf. Aus den Resten kannst du stattdessen wunderbar die klassischen Chräbeli formen.
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Brutti ma Buoni – Hässlich, aber wunderbar gut

2/12/2025

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Brutti ma buoni
Italienische Nussmakronen mit Piemonteser Haselnüssen
Manchmal sind die unscheinbarsten Dinge die ehrlichsten. Kein perfekter Rand, keine glatte Oberfläche – nur pure Aromen, einfache Zutaten und ein Geschmack, der sofort überzeugt. Genau so sind die Brutti ma Buoni, deren Name wortwörtlich „hässlich, aber gut“ bedeutet.

Dieses Gebäck stammt aus dem Piemont – der Heimat der begehrten Nocciole del Piemonte, einer der aromatischsten Haselnusssorten überhaupt. Ich verwende sie besonders gerne, weil sie einen tiefen, runden Geschmack haben und bereits geröstet ein unglaubliches Aroma entfalten. Genau so sollten Brutti ma Buoni schmecken: nussig, leicht karamellisiert, aussen knusprig und innen noch ein bisschen weich.
Für dieses Rezept habe ich die Meringue warm angeschlagen – eine Technik, die die Masse stabiler und glänzender macht. Sie gibt den Makronen zusätzlich Struktur, ohne sie schwer wirken zu lassen. Zusammen mit den gehackten Nüssen ergibt das ein Gebäck, das unkompliziert aussieht, aber geschmacklich alles andere als schlicht ist.
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Zutaten (für ca. 25–30 Stück)
  • Piemonteser Haselnüsse (geröstet, grob gehackt): 300 g
  • Zucker: 200 g
  • Eiweiss: 100 g (ca. 3 Eiweiss M)
  • Reines Vanillepulver: ½ TL
  • Weinsteinpulver: 1 kleine Messerspitze

Zubereitung
  1. Haselnüsse vorbereiten Die gerösteten Piemonteser Haselnüsse grob hacken. Unregelmässige Stücke sind optimal.
  2. Meringue warm aufschlagen Eiweiss, Zucker und Weinstein zusammen in eine Schüssel geben und über einem warmen Wasserbad sanft erwärmen, dabei ständig mit dem Schneebesen rühren, bis die Masse lauwarm ist und sich der Zucker zu lösen beginnt.
    Vom Wasserbad nehmen und die Masse steif aufschlagen, bis sie glänzt und stabil ist. Vanillepulver einrühren.
  3. Nüsse unterheben Die gehackten Haselnüsse vorsichtig unter die warme Meringue mischen.
  4. Formen Mit zwei Teelöffeln kleine, rustikale Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.
  5. Backen Die Brutti ma Buoni 20 Minuten bei 120 °C backen,
    danach 40 Minuten bei 100 °C trocknen lassen.
    So bleiben sie hell, aussen knusprig und innen weich.
  6. Auskühlen lassen Auf dem Blech vollständig auskühlen lassen.



Tipps & Herkunft

Herkunft der Haselnüsse
Ich verwende Nocciole del Piemonte IGP – sie stammen aus dem Norden Italiens, haben ein besonders intensives Aroma und gelten als eine der besten Haselnusssorten der Welt.
Haltbarkeit
In einer luftdichten Dose bleiben Brutti ma Buoni 2–3 Wochen frisch und aromatisch.
Bei Bedarf kurz bei 100–120 °C im Ofen auffrischen.
Varianten
– Ein kleiner Anteil Mandeln ist klassisch, aber nicht nötig.
– Orangenschale gibt Frische – diesmal habe ich darauf verzichtet.

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