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CUCINA MIA

Rezepte aus meiner Küche

„Essen ist ein Bedürfnis, Geniessen eine Kunst.“
​– François de La Rochefoucauld

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Tomaten Ofenreis mit Poulet

5/10/2024

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One-Pots: Alte Tradition neu entdeckt
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So modern und angesagt One-Pots heute sind, kenne ich diese Art der Zubereitung schon mein ganzes Leben lang. Schliesslich sind Eintöpfe seit vielen Jahrhundert ein fester Bestandteil vieler Kulturen so auch in der apulischen Küche. Hülsenfrüchte, Fleisch und Fisch werden dort in Tontöpfen im Ofen geschmort – eine rustikale, aber unglaublich aromatische Zubereitungsweise.
In fast allen traditionellen Küchen Apuliens steht ein offener Kamin: Er ist der Treffpunkt des Hauses, die einzige Heizquelle und der Ort, an dem die „Cucina povera“ im Feuer gebacken wird. Diese einfache, aber köstliche Küche lebt von frischen, regionalen Zutaten. Wenn ich an die Eintöpfe meiner Tante Ada denke, bekomme ich  Fern-/Heimweh.

Ein kleiner Exkurs: Die "Forni Publici" in ApulienInteressanterweise durften im Mittelalter private Haushalte in Apulien keine eigenen Öfen haben. Stattdessen brachten die Bewohner ihre Backwaren – Brot und auch Eintöpfe in Tontöpfen – zu den Forni Publici, den öffentlichen Backhäusern. Diese Regelung diente nicht nur der Kontrolle über die Brotproduktion und Preisgestaltung durch die lokalen Herrscher, sondern hatte auch einen ganz praktischen Grund: Die Gemeinschaftsöfen reduzierten das Risiko von Bränden in den Wohnhäusern. 
So wurde das gemeinsame Backen nicht nur zu einem notwendigen Teil des Alltags, sondern auch zu einem sozialen Ereignis, das sich tief in der apulischen Kultur verwurzelte. Die Forni Publici (öffentlichen Backhäuser) in Apulien waren bis ins 19. Jahrhundert in Betrieb. Mit der Einführung von Häusöfen und den damit verbundenen technologischen Fortschritten in der Backtechnik begannen die Menschen, ihre eigenen Öfen in den Haushalten zu nutzen. 

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Ofenreis: Einfach, schnell und köstlich

Ofenreis ist super einfach und schnell zubereitet! Das Poulet ist zwar kein Muss, aber es macht aus diesem Gericht eine vollwertige Mahlzeit. Dieses Rezept kann auf unzählige Varianten abgewandelt werden und benötigt lediglich eine Handvoll Zutaten. Die Küche bleibt während des Kochens nahezu unbenutzt, und während alles im Ofen schmort, kannst du die Füße hochlegen.

Das Rezept reicht für 4 gute Esser - 6 Personen.

Zutaten:
Pro Person  Poulet Beine, Unterschenkel (je nach Vorliebe)
2 Tassen Langkornreis
2 Tassen Tomatenpassata (mit Brühe auf 4 Tassen Flüssigkeit auffüllen)
1 EL Tomatenmark
4 EL Olivenöl (ich habe Chilli, Knoblauchoel benutzt)
Eine Handvoll frische Kräuter (z. B. Oregano, Basilikum, Thymian)
2 Handvoll halbierte Datteltomaten
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:
Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Die Pouletstücke würzen und beiseite stellen.
Tomatenpassata, Brühe, Tomatenmark und Olivenöl in einer Schüssel vermischen. Nach Belieben noch etwas würzen.
Reis, Datteltomaten und frische Kräuter in eine Auflaufform geben und gut durchmischen.
Die gewürzten Pouletstücke daraufsetzen und alles für 40-45 Minuten im Ofen backen.
In den letzten 10 Minuten die Grillfunktion aktivieren, damit die Oberfläche schön knusprig wird.
Mit diesem Gericht kannst du bei den meisten Kindern echt punkten!

Hinweis: Je nach Reis und Ofen können Temperaturschwankungen die Backzeit beeinflussen. Ich hatte einmal nur Risottoreis zu Hause, und dieser saugt sich zu stark voll, wodurch das Gericht am Ende eher pappig wird. Das hat scheinbar nur mich gestört; die Reste haben am nächsten Tag aber perfekt als Bratlinge funktioniert!

Variationen: Du kannst das Gericht auch ohne Fleisch zubereiten, und es ist sofort vegan. Klein gewürfelte Zucchini oder Reste von Grillgemüse schmecken ebenfalls herrlich.

Viel Spaß beim Experimentieren!



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Marroni Gnocchi

4/10/2024

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Marroni-Gnocchi: Herbstliche Gaumenfreude aus der eigenen Küche

Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite – nicht nur in der bunten Natur, sondern auch bei uns vor der Haustür. Sobald ich das Haus verlasse, weht mir der Duft von feuchtem Laub entgegen, der Waldrand schimmert in leuchtenden Farben, und unser Eingang füllt sich täglich mit neuen Blättern von der Strasse. Kastanien und Nüsse säumen den Weg – es ist einfach unverkennbar herbstlich.

In meiner Küche schlummern noch gefrorene Marroni, die ich eigentlich für ein anderes Rezept aufbewahrt hatte. Doch die ursprüngliche Idee, wie so viele kreative Gedanken, wurde irgendwann aufs Eis gelegt – wortwörtlich. Heute aber entschied ich mich, die Marroni aus ihrem frostigen Versteck zu holen und einen neuen Versuch zu wagen: Marroni-Gnocchi, dieses Mal aus ganzen Marroni.

Ich hatte dieses Gericht bereits einmal mit Marronimehl ausprobiert. Das Ergebnis war geschmacklich okay, aber es fehlte was und die Konsistenz war ein wenig zu fest. Doch heute wollte ich es besser machen. Und siehe da – es hat geklappt!

​Reicht für 3-4 Personen

Zutaten für Marroni-Gnocchi
Für dieses herbstliche Rezept brauchst du Folgendes:

400 gr mehligkochende Kartoffeln
300 gr geschälte Marroni
180-200 g Mehl (Typ 00)
1 Ei (Größe L), verquirlt
2-3 Prisen Muskatnuss, frisch gerieben
3/4 TL Salz
Pfeffer nach Belieben

Optional: etwas Semola Rimacinata di Grano Duro (Hartweizengrieß) für die Arbeitsfläche

Zubereitung der Marroni-Gnocchi
Kartoffeln und Marroni garen: Hast du einen Dampfgarer? Perfekt! Koche darin die Kartoffeln und Marroni – die Schale sollst du bei den Kartoffeln dranlassen. Alternativ geht auch ein normaler Topf mit Wasser oder Gareinsatz. Wichtig ist, dass sie am Ende möglichst trocken sind, damit der Teig besser gelingt.

Mehlvulkan bauen: Auf der Arbeitsfläche baust du mit dem Mehl einen kleinen „Vulkan“ und gibst die Gewürze hinzu.

Kartoffeln und Marroni pressen: Lass die gegarten Kartoffeln und Marroni kurz ausdampfen und presse sie dann (noch warm) durch eine Kartoffelpresse in die Mehlmulde. Die Schale bleibt in der Presse hängen, falls du sie nicht vorher entfernt hast.

Teig kneten: Gib das verquirlte Ei in die Mulde und arbeite das Mehl langsam von außen nach innen ein. Knete den Teig nicht zu lange – er sollte weich, aber kompakt sein. Zu viel Kneten macht die Gnocchi zu fest. Wenn der Teig zu feucht ist, kannst du etwas Mehl hinzufügen.

Gnocchi formen: Bestäube die Arbeitsfläche mit Griess, damit der Teig nicht klebt. Forme den Teig zu Rollen mit einem Durchmesser von etwa 2 cm. Schneide die Rollen in kleine Stücke und präge sie mit einem Gnocchibrett, einer Gabel oder, ganz rustikal, mit deinem Finger.

​Gnocchi kochen: Lass die Gnocchi in gesalzenem Wasser köcheln, bis sie an die Oberfläche steigen – das bedeutet, sie sind fertig!

Serviervorschlag: Marroni-Gnocchi mit Salbeibutter

Herbstlicher geht es kaum: Marroni-Gnocchi passen perfekt zu einer aromatischen Salbeibutter. Dafür lässt du einfach Butter und Salbeiblätter in einer Pfanne leicht knusprig werden und hebst die Gnocchi direkt aus dem Kochwasser dazu. Einmal kurz schwenken und schon ist dein herbstliches Festessen bereit. Wer mag, kann noch knusprig gebratenen Speck hinzufügen – das gibt dem Ganzen eine herzhafte Note.

Gnocchi auf Vorrat einfrieren
Falls du nicht alle Gnocchi auf einmal geniessen möchtest, kannst du sie ganz leicht einfrieren. Verteile die ungekochten Gnocchi einzeln auf einem Blech und friere sie etwa 20 Minuten an. Anschliessend kannst du sie in einen Gefrierbehälter umfüllen. Am besten kochst du sie später direkt aus dem gefrorenen Zustand.

Buon Appetito und einen wunderbaren Herbst!

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Apfelschalen Gewürz

2/10/2024

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Apfelschalen – Ein Schatz, der nicht in den Müll gehört!

Neulich stand ich in der Küche und habe eine leckere Apfeltarte gebacken. Wie das oft so ist, mussten die Äpfel geschält werden. Wir alle schälen Äpfel regelmässig – sei es für Apfelmus, Kuchen oder wenn wir für unsere Kleinen Obst vorbereiten. Aber was passiert mit den Schalen? Meistens landen sie direkt im Müll. Dabei sind sie viel zu wertvoll, um einfach weggeworfen zu werden! Und das sage ich nicht nur wegen der Vitamine, die in der Schale stecken.

Nein, ich spreche von all den grossartigen Möglichkeiten, wie man Apfelschalen weiterverwenden kann. Von Apfeltee und knusprigen Apfelschalen-Chips bis hin zu meiner persönlichen Lieblingsentdeckung: Apfelschalen-Gewürz!

Warum also die Schalen wegwerfen, wenn man mit ihnen eine wahre Geschmacksexplosion zaubern kann?

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Rezept für Apfelschalen-Gewürz
Wenn du das nächste Mal Äpfel schälst, leg die Schalen beiseite und mach daraus ein aromatisches Gewürz, das in deiner Küche für Furore sorgen wird! 

Zutaten:
Die Schalen von etwa 6-8 Äpfeln (im Dörrex oder im Ofen knusprig getrocknet)
1 EL Zimt, Lebkuchengewürz oder – wenn du es wie ich magst – Läckerli-Gewürz
2 EL Rohrzucker

Zubereitung:
Die getrockneten Apfelschalen zusammen mit den Gewürzen und dem Zucker in einen Mixer, Kaffeemühle oder Cutter geben.
Alles zu einem feinen Pulver mahlen.

Fertig!

Dieses Apfelschalen-Gewürz kannst du überall verwenden, wo du gerne eine Prise Apfel und Würze hättest.

Wie verwende ich das Apfelschalen-Gewürz? Die Einsatzmöglichkeiten sind quasi endlos!

Hier sind ein paar meiner Lieblingsideen:

Müesli & Porridge: Streu etwas von dem Gewürz über dein Frühstück – es verleiht jedem Bissen das gewisse Etwas.
Milchreis oder Griessbrei: Damit bringst du ein wenig Apfelzauber in cremige Desserts.
Backen: Perfekt zum Bestäuben von Keksen oder über Rahm auf Kuchen!
Getränke: Ich habe fast den Glühwein und Punsch vergessen – ein paar Löffel des Gewürzes in dein heisses Getränk, und du fühlst dich wie auf dem Weihnachtsmarkt!

Und das ist nur der Anfang!
​Ich bin sicher, dir fallen noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten ein. Wofür würdest du es denn verwenden? Lass mich wissen, wie du das Apfelschalen-Gewürz in deiner Küche zum Einsatz bringst!

Mit diesem simplen Rezept werden Apfelschalen zum unverzichtbaren Begleiter in deiner Küche. 

Kein Abfall, sondern pure Köstlichkeit – das ist nachhaltig und lecker zugleich!
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Kartoffel Hackfleisch Kuchen

30/9/2024

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​Ein Kartoffel-Hackfleisch-Kuchen, wie Jan ihn liebt!


Egal ob herzhaft oder süss, die Griechen lieben ihre in hauchdünnem Teig verpackten Pasteten – oder wie der Grieche sagt: Pitas. Sie backen diese goldbraunen Köstlichkeiten normalerweise in der Dicke eines Wähenblechs. Und ja, die berühmte Spanakopita klingt immer so aufregend... ist es aber irgendwie auch nicht, wenn wir ehrlich sind. Hier in der Schweiz nennen wir das schlicht Spinatwähe – und sie ist genauso wunderbar!

Mein Vorschlag, eine davon zu backen, weil mein Spinatvorrat aus der Tiefkühltruhe wuchert, wurde etwa so enthusiastisch angenommen wie der Vorschlag, Lebertran zu trinken. Also kam die Reaktion:
„Wenn schon griechisch, dann bitte einen Kartoffel-Hackfleisch-Kuchen, so wie früher!“

Früher, ja, das war’s... Ich glaube, die letzte Version dieses Kuchens habe ich 2012 für das Weihnachts-Café gebacken. Das Rezept ist für eine 28 cm Tarteform, aber ich bin ja gerne etwas überdimensional unterwegs und backe ihn in einer extrahohen 22 cm Springform. Da ist dann von allem genug in jedem Stück – keine Kompromisse!

Kleine Warnung: Beim Anschneiden hat er eher den Charme eines Auflaufs als einer perfekten Torte. Aber ganz ehrlich: Das stört niemanden, wenn’s erst mal auf dem Teller ist.

Also, auf geht’s, wer Lust auf einfache, ehrliche Hausmannskost hat, ist hier genau richtig!

Zutaten:
2 Schalotten, 2 Knoblauchzehen, 600 gr Kartoffeln, Olivenöl,
500 gr Rinderhackfleisch, mittelgrob, 6–7 Blätter Yufka- oder Filoteig, 200 gr Feta, 2 Eier, 125 g Rahmquark, ca. 200 g Cherrytomaten, 1/2 Bund Petersilie etwa 2 EL Oregano-Blättchen (frisch), Pfeffer, Salz, Muskatnuss, 1 gegrillte und gehäutete Peperoni (oder aus dem Glas, in Streifen geschnitten), ca. 50 g Butter, geschmolzen, 2 EL Paniermehl

Zubereitung:
Die Basis legen
Schalotten und Knoblauch fein hacken. Das Hackfleisch in etwas Olivenöl krümelig anbraten. Nach der Hälfte der Bratzeit Zwiebeln und Knoblauch dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Hackfleisch zur Seite stellen.

Kartoffeln mit Biss
Die Kartoffeln in etwa 1 cm große Würfel schneiden und in Olivenöl ca. 15 Minuten goldbraun anbraten, dann würzen und beiseitestellen.

Teig vorbereiten & Füllung mixen
In der Zwischenzeit den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Cherrytomaten halbieren.
Aus den Eiern, der Hälfte des Fetas, Petersilie, Oregano und Rahmquark einen Guss im Mixer herstellen. Mit Pfeffer, Salz und etwas Muskatnuss würzen.

Form fetten und schichten
Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form einfetten. Ein Blatt Teig mit Butter bestreichen und in die Form legen – der Teig sollte locker über den Rand hängen. Diesen Vorgang mit den anderen Teigblättern wiederholen.

Die Schichten der Herrlichkeit
Jetzt wird geschichtet: Zuerst das Paniermehl auf den Boden streuen. Darauf kommen die Kartoffeln, dann das Hackfleisch, die Tomaten, zerbröselter Feta und die Peperoni. Zum Schluss den vorbereiteten Guss darüber giessen. Damit alles gut verteilt ist, die Form leicht auf die Arbeitsfläche klopfen. Die überstehenden Teigblätter einklappen und den "Deckel" mit Butter bestreichen.

Ab in den Ofen!
Den Kuchen im unteren Drittel des Ofens ca. 40–45 Minuten backen. Wenn die Teigspitzen zu dunkel werden, einfach locker mit Alufolie abdecken.

Serviervorschlag:
Dazu passt ein frischer Romanasalat oder Kopfsalat. Und voilà, der Kartoffel-Hackfleisch-Kuchen ist fertig!

Bon Appétit – oder wie der Grieche sagt: Kali orexi! 
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Kartoffel Eintopf

29/9/2024

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​Es ist wieder Suppen- und Eintopfzeit!

Das Wetter heute... naja, sagen wir mal, es lädt nicht gerade zu einem Spaziergang ein. Vielmehr ruft es förmlich nach einer wärmenden Mahlzeit, am besten in der Nähe des Ofens. Es wird schon dunkel, und die Idee eines herzhaften Eintopfs hat sich in meinem Kopf festgesetzt. Ein kurzer Blick in den Kühlschrank und voilà – Kartoffeln, grüne Bohnen und Frühstücksspeck. Klar, der Speck wird jemandem ;) beim Sonntagsfrühstück fehlen, aber das ist mir heute egal. Es braucht nicht viel mehr für eine einfache, wärmende Mahlzeit.

Übrigens, das Ganze funktioniert auch in veganer Variante! Einfach den Speck weglassen und dafür etwas mehr Räucherpaprika hinzufügen. Was die Mengen angeht – seid nicht zu pingelig! Kochen ist keine Wissenschaft wie das Backen. Dieses "Cucina povera"-Rezept lebt davon, dass man nimmt, was da ist. Also: Mutig probieren und nach eigenem Geschmack würzen!

Zutaten:
2 EL Olivenöl, 2–3 Schalotten, in feinen Streifen,
150–180 gr Speckwürfel,  400 gr grüne Bohnen,
600 gr Kartoffeln, mundgerecht*, 2 Zweiglein Bohnenkraut
(oder 1 TL getrocknetes), 1 EL Tomatenmark, ca. 5 dl Wasser/Tomaten-Passata-Gemisch
1 Gemüsebrühwürfel für 0,5 l, ca. ½ Glas Weißwein, ½ TL Salz
​
Pfeffer, Rauchpaprika und Salz zum Abschmecken

*Ich mische gerne mehlig und festkochende Kartoffeln. Während die mehligen zerkochen dickt die Flüssigkeit ein und ich habe dann trotzdem noch ganze Stücke von der festkochenden Sorte.


Zubereitung:
Schalotten und Speckwürfel im Olivenöl andünsten. Grüne Bohnen und Kartoffeln dazugeben und kurz mit anschwitzen.
Weißwein zugießen und kurz einkochen lassen. Dann das Wasser-Tomaten-Gemisch, den Brühwürfel, Tomatenmark und Salz dazugeben.
Alles gut verrühren und auf kleiner Flamme etwa 25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Abschmecken und mit frischer Petersilie anrichten.
Dieses Gericht wärmt nicht nur den Magen, sondern auch die Seele.

​Also, ran an den Herd und lass dich von dieser unkomplizierten, rustikalen Küche inspirieren! 


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Hefezopf mit Birnbrotfüllung

28/9/2024

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Süsser Hefezopf mit Birnbrotfüllung – Ein Genussrezept für Hefeteigliebhaber​

Hefezopf à la Michael mit Birnbrotfüllung

Manchmal passiert es: Man kauft etwas und stellt es in den Schrank, in der Hoffnung, dass man irgendwann mal was daraus macht. So steht seit einer gefühlten Ewigkeit dieser Becher mit Birnbrotmischung da – immer im Blick, aber nie verarbeitet. Aber heute, lieber Michael, da hat sich endlich alles gefügt!

Eigentlich backe ich süsse Hefezöpfe nur, wenn du aus Frankfurt zu Besuch bist – für dich, den wohl grössten Fan süßer Versuchungen, den ich kenne! Normalerweise bekommst du deine Version mit Rosinen, und am Sonntagmorgen sitzt du dann schon gierig am Tisch und hältst Ausschau, während dein Kaffee (mit Milch und unfassbaren drei Löffeln Zucker! igitt) neben dir dampft.

Diesmal bist du zwar nicht da, aber dieser Hefezopf mit Birnbrotfüllung passt so perfekt zu dir, dass ich ihn trotzdem backen musste. Er wartet nur auf dich – in Gedanken wenn wir ihn essen.

Zutaten:
230 gr Milch, 70 gr Butter, gewürfelt, 50 gr Zucker
1 Messerspitze Vanillepulver oder das Mark einer Vanilleschote, 1 TL Honig
20 gr frische Hefe, 500 gr Weizenmehl, 1 Eigelb. 1 TL Salz, Abrieb von ½ Zitrone
1 Packung fertige Birnbrotfüllung (ca. 400gr), 1 Ei zum Bestreichen

Zubereitung:
Milch erwärmen:
Die Milch zusammen mit Zucker, Butter und Honig in einem kleinen Topf lauwarm erhitzen (max. 40 °C). Vom Herd nehmen und die Hefe in der warmen Milch auflösen, indem du gut umrührst.

Teig herstellen:
Mehl mit Salz, Vanillepulver und Zitronenabrieb in einer Schüssel mischen. Das Eigelb und die Milchmischung hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Der Teig sollte geschmeidig sein.

Teig ruhen lassen:
Den Teig in einer leicht gefetteten Schüssel zugedeckt für 30–45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat. Tipp: Lass den Teig im ausgeschalteten Backofen mit eingeschaltetem Ofenlicht ruhen.

Teig ausrollen:
Nach der Gehzeit den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck ausrollen.

Füllen und formen:
Die Birnbrotfüllung gleichmäßig auf dem Teig verstreichen, dabei einen 2 cm breiten Rand frei lassen. Den Teig von der langen Seite her eng aufrollen.
Die Rolle mit einem scharfen Messer der Länge nach halbieren, jedoch an einem Ende nicht ganz durchschneiden. Die beiden Stränge vorsichtig wie eine Kordel miteinander verdrehen. Nach Wunsch einen runden Kranz oder einen klassischen Zopf formen.

Zweiter Gehgang:
Den Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und leicht mit Wasser besprühen. Mit einem Tuch bedeckt für weitere 30 Minuten ruhen lassen.

Backen:
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Ei mit 1 EL Milch verquirlen und den Zopf damit bestreichen. Im unteren Drittel des vorgeheizten Backofens für 25–30 Minuten goldbraun backen.

Abkühlen lassen:
Den Hefezopf nach dem Backen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Serviere den Hefezopf am besten noch leicht warm – schmeckt besonders gut mit Butter bestrichen. Yummi!
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